Blutuntersuchung

Am zweiten oder dritten Lebenstag, zwischen der 36. und der 72. Stunde nach der Geburt, werden dem Neugeborenen einige Tropfen Blut aus einer Vene oder aus der Ferse entnommen und untersucht. Damit sollen angeborene Stoffwechselstörungen oder hormonelle Störungen festgestellt werden. Früh erkannt, können diese Störungen gut behandelt und negative Folgen für die Kinder vermieden werden.

Mit der entnommenen Blutprobe erfolgt zudem eine Untersuchung auf Mukoviszidose, einer erblichen Krankheit. Damit wird eine frühe Diagnosestellung ermöglicht. Mit einem frühen Behandlungsbeginn kann die körperliche Entwicklung der betroffenen Kinder verbessert werden. Damit erhöht sich auch die Chance auf ein längeres und gesünderes Leben.

Neugeborenen-Hörscreening

Bei diesem Hörscreening führt der Arzt eine Schallmessung im Gehörgang durch. Diese Messung ist für das Kind völlig schmerzfrei. Sie kann sogar erfolgen, während das Kind schläft. 

Mit dieser Untersuchung kann der Arzt frühzeitig erkennen, ob angeborene oder um den Geburtszeitpunkt auftretende Hörstörungen vorliegen. So ist eine rechtzeitige Behandlung möglich und die Folgen einer solchen Hörstörung können vermieden werden.

Das Hörscreening erfolgt in den ersten Lebenstagen des Kindes, möglichst vor der Entlassung aus der Geburtseinrichtung. Bei einer Geburt außerhalb des Krankenhauses findet die Untersuchung während der U2 statt.

Die Teilnahme an der Blutuntersuchung und am Neugeborenen-Hörscreening ist freiwillig. Die Kosten übernimmt die TK.