Früh­er­ken­nung von Gebär­mut­ter­hals­krebs - eine Entschei­dungs­hilfe

"Es ist mal wieder Zeit für die Vorsorge“, hat vielleicht Ihr Frauenarzt beim letzten Arztbesuch gesagt. Und weil Sie schon auf dem gynäkologischen Stuhl saßen, haben Sie gleich den PAP-Abstrich mitmachen lassen. Für viele Frauen ist dies Routine. Trotzdem wissen nicht alle, was überhaupt dabei untersucht wird und welche Folgen ein Befund haben kann. 

Ab dem Alter von 20 Jahren bezahlt die TK die jährliche Krebsvorsorge. Kern der Untersuchung ist der Abstrich vom Muttermund, der sogenannte PAP-Abstrich.

Zellveränderungen sollen dadurch frühzeitig erkannt und die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verhindert werden. Allerdings kommen Zellveränderungen, sogenannte Dysplasien, die oft als Vorstufe zum Krebs gewertet werden, sehr viel häufiger vor als der seltene Gebärmutterhalskrebs. Es geht also sowohl um Früherkennung als auch um Vorsorge. Deshalb werden beide Begriffe verwendet.

Wissenschaftliche Fakten

Seit 50 Jahren wird der regelmäßige Abstrich vom Muttermund zur Vorbeugung des Gebärmutterhalskrebses in Deutschland propagiert und von Millionen von Frauen in Anspruch genommen. Trotzdem sind Nutzen und möglicher Schaden bisher nur bruchstückhaft wissenschaftlich untersucht worden.

Außerdem kann der Umgang mit der Krebsvorsorge in den gynäkologischen Praxen unterschiedlich gehandhabt werden, da sie durch Empfehlungen der ärztlichen Fachgesellschaften und nur zum Teil durch verbindliche Richtlinien geregelt ist.

Informierte Entscheidung

Frauen tun gut daran, sich über Nutzen und Probleme der Früherkennung zu informieren, aber auch über unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten, falls Sie mit einem auffälligen PAP-Befund konfrontiert werden.

Die Techniker Krankenkasse bietet zu diesem Zweck eine Entscheidungshilfe an. Entscheidungshilfen unterscheiden sich von herkömmlichen Patienteninformationen unter anderem dadurch, dass auch vorhandene medizinische Unsicherheiten und Risiken von Diagnose- und Behandlungsmethoden aufgezeigt werden.

Das soll den Versicherten helfen, klar zu benennen, wo es - auch in der Medizin - noch offene Fragen gibt. Sie sollen in die Lage versetzt und ermutigt werden, diese mit Ihrem Arzt offen anzusprechen und mit ihm gemeinsam zu entscheiden, welches Vorgehen in Ihrem individuellen Fall das richtige ist und welche Alternativen Sie haben.