Das Abwehrsystem des Körpers bekämpft solche Zellen zwar sehr wirksam, doch manchmal schlüpft eben doch eine veränderte Zelle durch die Kontrolle und es entstehen Krebsgeschwüre. Der Zusammenhang zwischen UV-Strahlung aus der Sonne oder dem Solarium und Hautkrebs ist eindeutig nachgewiesen, da die Veränderungen im Erbgut der Hautkrebs-Zellen spezifisch für diese Strahlung sind.

Was Menschen oft fragen: Ist das Sonnenlicht ungesund?

Nein, nicht wenn Sie es in Maßen genießen. Wärme und Licht sind ein Lebenselixier und sehr wichtig für die Menschen. Sie verschaffen Wohlbefinden und helfen dem Körper dabei, das für die Knochen wichtige Vitamin D zu bilden. Es regelt den Kalziumhaushalt im Körper und hilft beim Schutz vor Herz-Kreislauf- Erkrankungen und möglicherweise auch beim körpereigenen Schutz vor Krebs, auch vor Hautkrebs. Dazu reicht es aber aus, wenn Sie im Sommer Gesicht und Hände 15 bis 20 Minuten am Tag der Sonne aussetzen.

Es ist aber unklar, wie viel Vitamin D der einzelne Mensch tatsächlich benötigt. Sicher dagegen ist: Selbst bei bewölktem Himmel dringen noch zehn Prozent der Sonnen-UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung) auf die Erde. Und im Winter strahlt die Sonne zwar schwächer, aber Schnee erhöht wieder die UV-Dosis, weil er 30 bis 80 Prozent der Strahlung reflektiert. Insgesamt gesehen muss der Körper aber in der kalten Jahreszeit von den Körper-Einlagerungen des Vitamin D leben.
Andererseits kann zu viel Sonnenlicht auch schaden, denn zu hohe Dosen von UV-Licht greifen Augen und Haut an. UV-Strahlung ist zwar für unsere Augen nicht sichtbar - aber sie wirkt: Hautbräunung geht ebenso auf ihr Konto wie die Rötung der Haut, Schäden am Erbgut der Zellen oder die vorzeitige Hautalterung.

Rund neun Prozent der von der Sonne abgegebenen Strahlung sind UV-Strahlung. Wissenschaftler unterscheiden hier die UV-A-und die UV-B-Strahlen. Sie dringen unterschiedlich tief in die Haut ein. UV-A-Strahlung macht 95 Prozent aller UV-Strahlung aus. Sie dringt bis in die Unterhaut vor. Besonders schädlich ist die UV-B-Strahlung, die nicht so tief vordringt, aber die Basalzellschicht in der Oberhaut schädigen kann.

Für solche Schädigungen durch UV-Licht sind Kinder besonders empfindlich. Denn Kinderhaut ist dünner, hat weniger Hornhaut und kann kaum schützende Bräune entwickeln. Deshalb bekommen Kinder sehr schnell einen Sonnenbrand, was der Haut nachhaltig schaden kann. Experten empfehlen für Kinder deshalb, die Sonne zwischen 11 Uhr und 15 Uhr zu meiden.

Kinder unter zwei Jahren sollten generell im Schatten bleiben. Ältere Kinder können sich gut mit weiter Kleidung, Mütze und Cremes vor zu intensiver Sonnenstrahlung schützen.