Die Impfung

Art des Impfstoffes

Der Diphtherie-Impfstoff enthält inaktiviertes Diphtherietoxin. Ab einem Alter von fünf bis sechs Jahren wird ein Impfstoff mit reduziertem Diphtherietoxoid-Gehalt verwendet, da die Verträglichkeit gegenüber der Impfung mit zunehmendem Alter abnimmt.

Wirksamkeit

Nach drei Impfungen ist bei 94 bis 100 Prozent der Geimpften ein ausreichender Impfschutz gegeben. Nach vollständiger Grundimmunisierung ist von einer Schutzdauer von zehn Jahren auszugehen.

Nebenwirkungen

Nach der Impfung kann es vorübergehend zu lokalen Reaktionen wie Schmerzen, Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle kommen. Die nächstgelegenen Lymphknoten können anschwellen. Sehr selten kommt es zu allgemeinen Symptomen wie leichte bis mäßige Temperaturerhöhung, grippeähnliche Symptome oder Magen-Darm-Beschwerden. Bei der Verwendung von Kombinationsimpfstoffen kann bei Säuglingen und Kleinkindern gelegentlich ein Fieberkrampf auftreten.

Allergische Reaktionen an der Haut oder an den Atemwegen sind bisher bei weniger als einem von 1.000 Geimpften aufgetreten. In Einzelfällen ist nach einer Diphtherie-Impfung ein anaphylaktischer Schock aufgetreten. Bei weniger als einem von 10.000 Geimpften kommt es zu Erkrankungen des Nervensystems.

Bei Verwendung von Kombinationsimpfstoffen können die Nebenwirkungen und deren Häufigkeiten leicht abweichen.

Wer sollte sich gegen Diphtherie impfen lassen und wann?

Altersbezogene Impfempfehlung - über TK-Gesundheitskarte

Die Diphtherie-Impfung ist eine Standardimpfung, die allen Personen empfohlen wird.

Bei Säuglingen ab einem Alter von zwei Monaten und allen Personen mit fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung gegen Diphtherie sollte entsprechend der Schutzimpfungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) eine Grundimmunisierung erfolgen. Dies gilt auch, wenn die letzte Auffrischimpfung länger als zehn Jahre zurückliegt.

Säuglinge erhalten im Alter von zwei, drei, vier und elf bis 14 Monaten jeweils eine Dosis des Impfstoffs zur Grundimmunisierung. Die Impfung erfolgt bei Säuglingen in der Regel in Kombination mit den Impfungen gegen Tetanus, Pertussis, Haemophilus influenzae Typ b, Poliomyelitis, Hepatitis B und Pneumokokken.

Nachholimpfung (Grundimmunisierung aller noch nicht Geimpften bzw. Komplettierung einer unvollständigen Impfserie) zwischen dem 15. Lebensmonat und dem Alter von vier Jahren.

Auffrischimpfungen erfolgen im Alter von fünf bis sechs Jahren und neun bis 17 Jahren. Weitere Auffrischimpfungen erfolgen bei Erwachsenen mit vollständiger Grundimmunisierung ab dem Alter von 18 Jahren jeweils alle zehn Jahre.

Die Impfung gegen Diphtherie sollte in der Regel in Kombination mit der gegen Tetanus (Td) durchgeführt werden.

Erwachsene sollen die nächste fällige Diphtherie-Impfung einmalig in Kombination mit Tetanus und Keuchhusten erhalten, bei entsprechender Impfempfehlung zusätzlich kombiniert mit Poliomyelitis.

Ist bei älteren Kindern oder Erwachsenen eine Grundimmunisierung notwendig, erhalten diese zwei Impfungen im Abstand von einem Monat und eine dritte Impfung nach sechs Monaten.

Personen mit engem Kontakt zu Erkrankten sollten laut STIKO-Empfehlungen eine Auffrischimpfung erhalten, wenn die letzte Diphtherie-Impfung länger als fünf Jahre zurückliegt. Gegebenenfalls sollte die Grundimmunisierung vervollständigt werden. Zusätzlich ist eine vorsorgliche Behandlung mit Antibiotika notwendig.

Reiseschutzimpfung bei privaten Auslandsreisen - Mehrleistung der TK

Bei Reisen in Regionen, in denen die Erkrankung häufiger vorkommt, wird die Impfung dringend empfohlen. Daher sollten Reisende den Impfschutz gegen Diphtherie besonders vor Auslandsreisen überprüfen. Reisende werden gebeten, sich rechtzeitig auf den Seiten des Auswärtigen Amts zu informieren: