Der angeborene Saugreflex ist in den ersten Lebensstunden besonders stark ausgeprägt. Das Kind trinkt zunächst die äußerst eiweißreiche Vormilch, das Kolostrum.

Ungefähr am dritten Wochenbetttag findet der Milcheinschuss statt. Die Brüste werden fest, dies kann manchmal als schmerzhaft empfunden werden. In den folgenden Tagen passt sich bei regelmäßigem Stillen die Milchmenge an die Bedürfnisse des Kindes an.

Je häufiger es angelegt wird, desto mehr Milch wird gebildet. Heute rät man nicht mehr zum Einhalten fester Stillzeiten, sondern dazu, den Rhythmus des Stillens den Bedürfnissen des Kindes anzupassen.

Während der Stillzeit sollte die Mutter abwechslungsreiche, mineralstoff- und vitaminreiche Nahrung zu sich nehmen. Stillende Mütter benötigen täglich etwa 600 bis 800 Kilokalorien zusätzlich. Blähende Speisen wie Kohl oder Bohnen können beim Kind ebenfalls Blähungen verursachen.

Auf Zitrusfrüchte und scharfe Gewürze sollte verzichtet werden, da das Baby davon einen wunden Po bekommen kann. Eine stillende Mutter sollte mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag trinken. Geeignet sind kohlensäurearmes Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Säfte. Kaffee und Tee sind nur in geringen Mengen erlaubt. Alkohol geht in die Muttermilch über und sollte deshalb gemieden werden.

Mithilfe eines Esstagebuchs kann die Mutter nachvollziehen, was ihr Kind verträgt und was ihm Bauchschmerzen bereitet.