Nikotin geht durch den Mutterkuchen ungehindert auf das Kind über und führt zu einer Steigerung der kindlichen Herzfrequenz. In verschiedenen Untersuchungen war das Geburtsgewicht der Neugeborenen von Raucherinnen um etwa 200 bis 300 Gramm vermindert. Der Anteil an auffällig leichten und kleinen Neugeborenen ist bei Müttern, die täglich mehr als zehn Zigaretten pro Tag rauchen, fast doppelt so hoch wie bei Nichtraucherinnen.

Auch das Risiko von Früh- und Fehlgeburten ist bei Raucherinnen etwa doppelt so hoch wie bei Nichtraucherinnen. Nach der Geburt zeigen Kinder rauchender Mütter häufig Entzugserscheinungen: Sie sind auffallend unruhig und schreien deutlich mehr als ihre Altersgenossen. Es wird außerdem vermutet, dass Zusammenhänge mit dem plötzlichen Kindstod und möglicherweise auch mit Missbildungen bestehen.

Alkohol

Noch fataler können die Folgen des Alkoholgenusses in der Schwangerschaft sein. Die sogenannte Alkoholembryopathie umfasst Fehlbildungen an inneren Organen, vor allem von Herz und Gehirn, ebenso wie äußere Zeichen, vor allem im Gesicht. Außerdem sind auch diese Kinder meist auffallend klein und leicht.

Aufgrund der Schädigung des Gehirns sind sie oft geistig zurückgeblieben, auch Krampfanfälle können auftreten. Alkohol ist häufiger für Missbildungen verantwortlich als Medikamente.

Zumindest vor regelmäßigem oder exzessivem Alkoholgenuss muss deshalb dringend gewarnt werden. Auch alkoholische Medikamentenzubereitungen sollten gemieden werden, besonders wenn die Alkoholkonzentration zehn Prozent übersteigt. 

Andere Suchtmittel

Bei vielen anderen Drogen, vor allem Heroin, Codein und so weiter, ist zu beobachten, dass die Kinder, die oft minderwüchsig und untergewichtig geboren werden, unmittelbar nach der Geburt einen ausgeprägten Entzug durchmachen. Häufig sind diese Kinder noch nach Jahren auffallend unruhig und unkonzentriert.