Aus folgenden Gründen ist es wichtig, über eine Schwangerschaft Bescheid zu wissen:

  • In wenigen Fällen nistet sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter, sondern im Eileiter ein (Eileiterschwangerschaft). Dies kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen.
  • Die wichtigsten Organe und das Gehirn des Kindes entwickeln sich bereits in den ersten Wochen. Gerade in dieser sensiblen Phase kann durch Einwirkung von Medikamenten und Drogen, Röntgenstrahlen oder Chemikalien die Entwicklung empfindlich gestört werden. Missbildungen oder eine Fehlgeburt sind dann die Folge.
  • Der Arbeitsplatz muss unter Umständen der neuen Situation angepasst werden. Es gilt das Mutterschutzgesetz.
  • Falls es sich um eine unerwünschte Schwangerschaft handelt, kann ein Schwangerschaftsabbruch so früh wie möglich und damit schonender durchgeführt werden. 
  • Vorsorgeuntersuchungen sind dazu da, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Wie läuft die erste Untersuchung ab?

Bei der Erstuntersuchung wird die Frau ausführlich nach chronischen und schweren Erkrankungen, Allergien, Operationen, Impfungen und Medikamenten, die sie einnimmt, gefragt. Weiterhin erkundigt der Arzt beziehungsweise die Hebamme sich, ob dies ihre erste Schwangerschaft ist und gegebenenfalls nach dem Verlauf früherer Schwangerschaften.

Im Anschluss findet eine ausführliche körperliche Untersuchung statt. Bei Zweifeln, ob sich das befruchtete Ei am richtigen Ort eingenistet hat oder bei Unsicherheiten über den letzten Regeltermin wird eventuell eine Ultraschalluntersuchung gemacht, die nur ein Arzt durchführen kann.

Der Geburtstermin wird errechnet.

Im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge werden Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt.

Die Ergebnisse des sogenannten Anamnesegesprächs und der Untersuchungen werden im Mutterpass festgehalten. Dieser Pass wird der Schwangeren bei der Erstuntersuchung ausgehändigt und begleitet Sie während der gesamten Schwangerschaft.