Im Anschluss finden Sie eine Auswahl der Dinge, die erfahrungsgemäß sinnvoll sind.

Generell gilt: Erkundigen Sie sich vor der Anschaffung in Ihrer Verwandtschaft und/oder Ihrem Freundeskreis, ob nicht das eine oder andere Stück vorhanden ist und ausgeliehen werden kann. Sie können sich so vielleicht manche Anschaffung ersparen.

Es lohnt sich, auch Second-Hand-Shops und Kinderflohmärkte zu besuchen. Denken Sie auch daran, dass Ihr Baby sehr rasch wächst! Kaufen Sie deshalb Babykleidung am besten gleich eine Nummer größer.

Bei größeren Anschaffungen, wie etwa eine Wickelkommode oder ein Babybett, sollten Sie auf möglichst lange Nutzbarkeit achten. So kann man bei einigen Wickelkommoden die Auflage abnehmen und das Unterteil später weiterhin als Kommode benutzen. Statt eines speziellen Babybettes oder einer Wiege kann auch ein größeres Baby-Kinderbett angeschafft werden, das Sie mit einem Nestchen und einem Himmel in ein kuscheliges Babybett verwandeln.

Unsere Vorschläge sollen für Sie eine Anregung sein. Vieles ist für Sie (vor allem wenn Sie stillen) nicht unbedingt notwendig. Sie werden erstaunt sein, wie wenig im Grunde wirklich nötig ist und wie schnell sich Vieles ganz schnell und von alleine erledigt.

Kleidung

Die meisten Eltern verwenden Einmalwindeln. Sie sind leicht zu handhaben und schnell zu entsorgen. Billige Einmalwindeln können unter Umständen insgesamt teurer kommen, da diese oft nicht so saugfähig sind und deshalb häufig gewechselt werden müssen. Achten Sie beim Kauf auf ungebleichte und unparfümierte Windeln.

Eine Alternative ist die Verwendung von Stoffwindeln. Es gibt sie von verschiedenen Anbietern als komplettes Grundpaket (Windel, Molton, Vlieseinlage, Überhose et cetera). Stoffwindeln sind insgesamt preisgünstiger und für Babys mit empfindlicher Haut unter Umständen besser geeignet.

Allerdings sind das Wickeln und vor allem die Entsorgung nicht ganz so bequem. Aus ökologischer Sicht sind beide Methoden gleichwertig, da Wegwerfwindeln zwar mehr Müll verursachen, Stoffwindeln dafür aber die Umwelt durch das Waschen (und bei Beauftragung eines Windeldienstes auch durch den Transport) belasten. Erkundigen Sie sich: Zur Entlastung der Mülldeponie erhalten Sie unter Umständen regional Zuschüsse, falls Sie sich für Stoffwindeln entscheiden.

  • Acht Bodys oder Frotteehöschen (ab Größe 56, je nach Größe des Neugeborenen). Letzte dienen zum Überziehen über die Windel.
  • Vier Strampelhosen und Hemdchen oder T-Shirts (Größe 50/56/62). Nicht zu groß, sonst wärmen sie nicht genug, aber auch nicht zu klein. Das Baby muss ausreichend Bewegungsfreiheit in den Knie- und Hüftgelenken haben!
  • Zwei Paar Babysöckchen oder Wollschuhe. Können Sie leicht selbst stricken oder häkeln. Neugeborene neigen zu kalten Füßen, auch bei warmer Außentemperatur.
  • Eine Ausfahrgarnitur (Größe 62/68). Damit ist eine Wolljacke, Jacke mit Kapuze oder Mütze gemeint. Sie sollte der Jahreszeit angepasst sein. Für den Winter empfehlen sich ein Overall aus dickerem Material und ein zusätzlicher Strampelsack. Ungeeignet ist Angora- oder Mohairwolle, da das Baby die feinen Härchen einatmen könnte. Vermeiden Sie auch Bommeln oder Quasten, die in den Mund gesteckt und verschluckt werden können.
  • Ein Baumwollmützchen. Dient dem Schutz vor Kälte und Sonne. Für die kalte Jahreszeit ziehen Sie eine warme Mütze zusätzlich über. Im Sommer empfiehlt sich ein Sonnenhut.

Schlaf

Was ist empfehlenswert, damit Ihr Baby lange und erholsam schläft?

  • Stubenwagen, Wiege oder Bett mit Matratze
  • Zwei wasserdichte Unterlagen
  • Zwei Moltontücher: Ein Moltontuch wird als Saugschicht zwischen der wasserdichten Unterlage und dem Bettlaken ausgebreitet. Moltontücher können Sie vielseitig verwenden, zum Beispiel auch als Unterlage für den Wickeltisch.
  • Zwei Bettlaken/Spannbetttücher
  • Sechs Mullwindeln: als Unterlage für den Kopf. Sie benötigen kein Kopfkissen, ein weiches Kopfkissen wäre wegen der Erstickungsgefahr sogar gefährlich. Mullwindeln sind vielseitig einsetzbar: Ob beim Stillen, als Spucktuch oder bei der Körperpflege - davon können Sie gar nicht genug haben.
  • Zwei Schlafsäcke sind für die Nacht vorteilhaft, denn das Baby hat darin Strampelfreiheit und ist trotzdem immer zugedeckt. Verwenden Sie keine zusätzliche Bettdecke und kein Kopfkissen. Vermeiden Sie unbedingt eine Überhitzung. Die Thermoregulation von Neugeborenen ist noch nicht ausgereift, sodass bei einem Wärmestau die Körpertemperatur ansteigen kann. Überhitzung kann eine Ursache für den plötzlichen Kindstod sein.
  • Ein Nestchen dient dem Kopfschutz bei Gitterbettchen. Keine Kuscheltiere im Bett (Erstickungsgefahr)!
  • Eine Baby-Wolldecke begleitet das Baby in den ersten Lebensmonaten. Tipp: Wolldecke vor der Geburt mit ins elterliche Bett nehmen und "einschlafen". Das Kind erkennt am Geruch, dass es in vertrauter Umgebung ist und fühlt sich geborgen.
  • Babyphone: Ob Sie eine Sprechanlage (Babyphone) benötigen, hängt unter anderem von der Wohnraumsituation ab.
  • Spieluhr
  • Deckenmobile

Pflege

Für eine gute und umfassende Pflege Ihres Babys sollten Sie gut ausgerüstet sein.

  • Wickelkommode oder Platz zum Wickeln
  • Wärmelampe über dem Wickelplatz
  • Eine weiche Auflage (Wickelunterlage)
  • Windeleimer mit Deckel
  • Zellstofftücher: Großpackung. gibt es extra für Babys
  • Babyöl: Zellstoff mit Öl und Wasser reicht für das kleine Geschäft und auch zur Nachreinigung bei Stuhlgang. Von feuchten Tüchern, die reichlich chemische Zusätze enthalten und damit leicht zu einer Reizung der empfindlichen Babyhaut führen, ist zunächst abzuraten. Bei größeren Kindern reicht meist auch schon ein mit Wasser angefeuchtetes Tuch.
  • Wundcreme für den Po (zum Beispiel mit Zink)
  • Baby-Nagelschere (mit abgerundeten Spitzen), sollten Sie erst nach etwa sechs Wochen verwenden.
  • Badethermometer
  • Zwei Kapuzenbadetücher
  • Waschlappen: viele und kochfest. Für die gründliche Reinigung. Waschlappen für Stuhlgang und Pflege getrennt verwenden.
  • Babykörperlotion/Körpermilch: nach dem Baden
  • Babygesichtspflegecreme: (nur bei extrem trockener Haut nötig). Cremes und Lotionen sollten möglichst frei von Konservierungsstoffen und unparfümiert sein.

Mahlzeit

Beim Stillen benötigen Sie praktisch keine Ausstattung. Babys Milchküche ist immer dabei, keimfrei, trinkfertig abgepackt und richtig temperiert. Vollgestillte Säuglinge benötigen darüber hinaus nur in Ausnahmefällen zusätzlich Flüssigkeit (etwa Tee). Muttermilch ist die beste Nahrung für Ihr Baby.

Bei Gabe von Tee mit einer Flasche sollten Sie Folgendes beachten:

  • Bei Teeflaschen und Teesaugern kleinste Saugergröße verwenden!
  • Flaschenbürste
  • Fencheltee: Beruhigt die Verdauung Ihres Babys. Spezielle Babytees sind nicht immer zu empfehlen, da diese häufig mit Kristallzucker gesüßt sind.
  • Wasserkocher
  • Flaschenwärmer
  • Beruhigungssauger (eventuell)

Falls Sie nicht oder nur teilweise stillen:

  • Milchflaschen und Milchsauger (circa sechs Stück): Der Anstieg von Latexallergien wird möglicherweise durch den frühen Kontakt mit Naturkautschuk begünstigt. Experten empfehlen deshalb für die ersten Monate Sauger aus Silikon.
  • Desinfektions- oder Sterilisiergerät für das Fläschchen: Sauger und Fläschchen müssen sterilisiert werden!
  • Fertigmilch: Achten Sie auf eine adaptierte Säuglingsnahrung. Der Gehalt an Eiweiß, Fett, Zucker und Spurenelementen ist hierbei dem der Muttermilch angeglichen. Für besonders allergiegefährdete Säuglinge eignet sich die sogenannte HA-Nahrung (hypoallergene Nahrung). Hier wurde das Kuhmilcheiweiß in kleinste Partikel aufgespalten, sodass es kaum mehr allergieauslösend wirken kann. HA-Nahrung gibt es als Anfangs- und Folgenahrung.

Für unterwegs

Hier finden Sie Nützliches für die kleine oder große Reise.

  • Kinderwagen mit Matratze und Decke
  • Babydecke
  • Einkaufsnetz
  • Regen- und Sonnenschutz
  • Insektennetz zum Schutz vor Mücken, Wespen und so weiter
  • Autositz: Dem Alter angepasst gibt es Babyschalen in zwei Größen. Gruppe 0: von der Geburt bis zum neunten Monat beziehungsweise bis neun Kilogramm. Gruppe 0+: von der Geburt bis zum 15. Monat beziehungsweise bis 13 Kilogramm. Die Montage erfolgt mit dem Fahrzeug-Drei-Punktgurt entgegen der Fahrtrichtung. Beachten Sie, dass die Montage auf dem Beifahrersitz bei Autos mit einem Beifahrerairbag verboten ist. Gegebenenfalls muss der Airbag zuvor deaktiviert werden.
  • Tragetuch oder Tragegurt: Gibt es in verschiedenen Größen, je nachdem welche Wickelmethode Sie bevorzugen. Die Handhabung wird oft in Geburtsvorbereitungskursen erläutert. Es gibt Tragetuchkurse für die Fortgeschrittenen.
  • Kombifußsack für Kinderwagen und Autositz ist gerade für Herbst- und Winterbabys empfehlenswert. Der Kombifußsack ersetzt einen Schneeanzug (der für Säuglinge schwer anzuziehen ist) und passt in Kinderwagen und Autositz. Wenn das Unterteil abknöpfbar ist, kann das Oberteil als (Daunen-)Anorak auch einzeln verwendet werden.