Die Kosten für einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch können die gesetzlichen Krankenkassen nicht übernehmen. Sie müssen die Kosten daher selbst tragen.

Weitere Details

Nur wenn Sie über kein oder nur ein geringes Einkommen verfügen, können Sie bei der TK eine Kostenübernahme für den Schwangerschaftsabbruch beantragen. Dieser Antrag muss unbedingt vor dem Abbruch gestellt werden. Hierbei werden Ihnen Fragen zu Ihren persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnissen gestellt, zu Ihren Wohnungskosten und zur Anzahl der Kinder, für die Sie unterhaltspflichtig sind. Liegen Ihre Einkünfte unter einer bestimmten Einkommensgrenze, müssen Sie die Kosten für den Schwangerschaftsabbruch nicht selbst tragen.

Für den Zeitraum vom 01.07.2017 bis 30.06.2018 liegt die Netto-Einkommensgrenze bei 1.142 Euro monatlich. Für jedes unterhaltspflichtige Kind erhöht sich die Grenze um 270 Euro. Wenn die Kosten für Ihre Unterkunft höher als 334 Euro liegen, ist eine weitere Aufstockung der Einkommensgrenze um maximal 334 Euro möglich.

Bei medizinischer oder kriminologischer Indikation übernimmt die TK sämtliche Kosten des Eingriffs. Der Arzt rechnet alles direkt über die  TK-Gesundheitskarte ab, somit ist kein zusätzlicher Antrag notwendig.