Um steigende Arzneimittelausgaben einzudämmen, schließen Krankenkassen mit pharmazeutischen Unternehmen Rabattverträge ab. Innerhalb der Vertragslaufzeit von meist zwei Jahren erhalten die Kassen Preisnachlässe.

Weitere Details

Rabattarzneimittel haben die gleiche Qualität und Wirkung, auch wenn sie womöglich anders aussehen als Ihr bisheriges Medikament. Insgesamt hat die TK für mehr als 300 generische Wirkstoffe Rabattverträge abgeschlossen.

Zum 1. Juli beziehungsweise 1. September 2017 starten neu geschlossene Rabattverträge der TK. Das kann dazu führen, dass Sie künftig in der Apotheke ein anderes Arzneimittel als bisher bekommen.

Bei exklusiven Rabattverträgen erhalten TK-Versicherte für einen festgelegten Zeitraum bestimmte Arzneimittel vorrangig von einem TK-Vertragspartner. Abhängig von Wirkstoff und Vertragsgestaltung werden Verträge mit ein bis drei Partnern geschlossen.

Außerdem werden insbesondere unmittelbar nach Patentablauf Rabattverträge mit pharmazeutischen Unternehmen über sogenannte Open-House-Verfahren geschlossen. Bei diesen Verfahren schließt die TK mit allen interessierten Anbietern einen einheitlichen Vertrag. Daher gibt es hier für einen Wirkstoff oft mehr Rabattpartner als bei den exklusiven Rabattverträgen. Allerdings ist die Laufzeit der Verträge eher kürzer als zwei Jahre, da sie vor allem zur Überbrückung des Zeitraums bis zum Start der exklusiven Rabattverträge dienen.

Für Arzneimittel mit Patentschutz, sogenannte Originale, schließt die TK ebenfalls Rabattverträge.

Unser Film erklärt Ihnen im Detail, wie exklusive Rabattverträge geschlossen werden und wie Sie davon profitieren.

Video: Arznei­mit­tel-Ra­batt­ver­träge