An dem medizinisch notwendigen Zahnersatz, wie Zahnkronen, Brücken oder Prothesen, beteiligt sich die TK mit einem festen Zuschuss. Die regelmäßige Teilnahme an den zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen "belohnt" die TK mit einem höheren Zuschuss.

Weitere Details

In unserem Video haben wir die wesentlichen Inhalte dieser Seite zusammengefasst und mit kurzen Zeichentrickfilmen veranschaulicht. Erfahren Sie, was genau der Heil- und Kostenplan enthält und wie unterschiedlich Ihre Eigenbeteiligung ausfallen kann.

Video: Zahn­er­satz

Die Festzuschüsse decken 50 Prozent der durchschnittlichen Kosten für eine Standardversorgung ab, die sogenannte Regelversorgung. Das ist der Zahnersatz, der aus medizinischer Sicht erforderlich und ausreichend ist. Für jeden Befund, zum Beispiel "abgebrochener Zahn", ist die Standardversorgung mit Zahnersatz festgelegt. 

Die Kosten setzen sich sich aus den zahnärztlichen Leistungen und den Labor- und Materialkosten zusammen. Für einen Backenzahn fallen beispielsweise höhere Materialkosten als für einen Schneidezahn an - und damit auch höhere Gesamtkosten. Der Festzuschuss allerdings ist in beiden Fällen der gleiche.

Wenn Sie in den letzten fünf Jahren regelmäßig die zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung wahrgenommen haben und dies der Zahnarzt in einem Bonusheft bestätigt hat, erhöht sich der Zuschuss um 20 Prozent, nach zehn Jahren lückenloser Vorsorge sogar um 30 Prozent. Der verbleibende Betrag ist Ihr Eigenanteil. Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie Ihren Eigenanteil weiter reduzieren.

Rechenbeispiel für eine Krone in einem vollständigen Gebiss:

Gesamtkosten für Standardversorgung: 282,44 Euro 

Festzuschuss TK ohne Bonus: 151,74 Euro*

Festzuschuss plus 20 % Bonus: 151,74 + (151,74 x 20 %) = 182,09 Euro*

Festzuschuss plus 30 % Bonus: 151,74 + (151,74 x 30 %) = 197,26 Euro*

* Aktuelle Festzuschussbeträge

Mehrleistungen tragen Sie selbst

Wenn Sie mit dem Zahnarzt Mehrleistungen vereinbaren, die über die Regelversorgung hinausgehen, tragen Sie die zusätzlichen Kosten hierfür selbst. Lassen Sie sich daher vor der Behandlung eingehend von Ihrem Zahnarzt beraten und aufzeigen, welche Kosten auf Sie zukommen und ob es Alternativen gibt. Der Zahnarzt sollte die Mehrleistungen genau begründen.

Typische zahnärztliche Mehrleistungen sind:

  • Höherwertige Legierungen aus Edelmetall, zum Beispiel Gold
  • Vollverblendungen aus Kunststoff oder Keramik
  • Inlays, Onlays oder Overlays - diese sind nicht mit Zahnkronen vergleichbar und von den Festzuschüssen ausgenommen
  • Funktionsanalysen - hier ist eine Kostenbeteiligung gesetzlich ausgeschlossen

Unser Service für Sie: Expertenrat zum Zahnersatz

Sie möchten mit unabhängigen Zahnärzten Ihren Heil- und Kostenplan besprechen? Die Zahnärzte im TK-ÄrzteZentrum informieren Sie individuell anhand Ihres persönlichen Heil- und Kostenplans. Sie erfahren, ob es Alternativen gibt und ob Sie möglicherweise sogar Kosten sparen können. Ihnen entstehen hierfür keine Kosten.

Wenn Sie mehr über das Beratungsangebot zum Zahnersatz wissen möchten:

Expertenrat Zahnersatz

Härtefallregelung für Zahnersatz

Einen Antrag auf höhere Festzuschüsse bei Zahnersatz können Sie stellen, wenn Ihre monatlichen (Familien-)Bruttoeinnahmen im Jahr 2018 folgende Beträge nicht übersteigen: 

  • Für Alleinstehende 1.218 Euro
  • Mit einem Angehörigen 1.674,75 Euro
  • Für jeden weiteren Angehörigen zusätzlich 304,50 Euro 

Die TK übernimmt bis zu 100 Prozent der Kosten, sofern Sie sich für eine Regelversorgung entscheiden, das ist der zahnmedizinisch notwendige Zahnersatz. Der Heil- und Kostenplan wird zunächst mit dem doppelten Festzuschuss bewilligt, also dem Festzuschuss ohne Bonus mal zwei. Ist der Heil- und Kostenplan als "Härtefall" gekennzeichnet, rechnet der Zahnarzt die gesamten Kosten mit der TK ab. Falls höherwertiges Edelmetall verwendet wird, haben Sie eine kleine Eigenbeteiligung zu leisten. Haben Sie sich für eine höherwertige Versorgung entschieden, erhalten Sie maximal den doppelten Festzuschuss.

Bitte senden Sie den ausgefüllten Antrag an unsere zentrale Großkundenanschrift (eine Straße und Hausnummer sind nicht erforderlich): 

Techniker Krankenkasse
20905 Hamburg

Antrag Zuschuss zum Eigenanteil Zahnersatz (PDF, 656 kB)

Weitere Kostenbeteiligung bei geringem Einkommen

Ist eine vollständige Kostenübernahme nicht möglich, weil Ihre Einnahmen über der Härtefallgrenze liegen, kann sich die TK über den Festzuschuss hinaus möglicherweise mit einem zusätzlichen Anteil an den Kosten beteiligen. Die Höhe dieser zusätzlichen Beteiligung richtet sich nach Ihrer individuellen finanziellen Belastungsgrenze.

Diese besondere Regelung ist vor allem dann für Sie interessant, wenn Sie die Einkommensgrenze für die Härtefallregelung nur knapp überschreiten. 

Weitere Kostenbeteiligung erst nach dem Ende der Behandlung beantragen

Ob eine weitere Kostenbeteiligung möglich ist, kann erst dann verbindlich beurteilt werden, wenn die Rechnung für Ihren Zahnersatz vorliegt.

Für die Berechnung der Belastungsgrenze benötigen wir von Ihnen Angaben zu den Einkünften, die von Ihnen und Ihren Angehörigen erzielt werden. Bitte fügen Sie auch gleich die Einkommensnachweise bei. Selbstverständlich genügt eine Kopie. Füllen Sie bitte entsprechend Ihrer Haushaltskonstellation den Antrag mehrfach aus.

Bitte senden Sie den Antrag auf weitere Kostenbeteiligung zusammen mit der Zahnarztrechnung und den Einkommensnachweisen an unsere zentrale Großkundenanschrift (eine Straße und Hausnummer sind nicht erforderlich): 

Techniker Krankenkasse
20905 Hamburg

Antrag Zuschuss zum Eigenanteil Zahnersatz (PDF, 656 kB)