Ausgangssituation

Gemeinschaftlich sehen Sie den Bedarf, mehr Bewegung in den Kita-Alltag zu bringen und wählen den entsprechenden Projektschwerpunkt aus. Sie erkennen, dass Sie den besonderen Arbeitsbelastungen der Erzieher positiv entgegenwirken müssen. Und Sie wissen, wie wichtig die Rolle der Eltern als Vorbilder in Sachen Bewegungsförderung ist.

Eine Erzieherin hat sich bereits im Bereich Bewegung und Motorik fortgebildet. Sie möchte sich in diesem Projekt engagieren und bringt die Idee auf einer Mitarbeiterbesprechung ein. Die Kitaleitung informiert den Träger und zieht diesen zur ideellen und finanziellen Unterstützung heran. Auf einem Elternabend diskutiert das Kitateam die Projektidee mit den Eltern. Alle Beteiligten stimmen dem Vorhaben zu.

Alle Interessen berücksichtigen 

Daraufhin bilden Erzieher und Eltern eine Arbeitsgruppe (AG). Weitere Akteure können sich beteiligen, etwa die Landesvereinigungen zur Gesundheitsförderung, familienfreundliche Sportvereine oder Prozessberater. Auch die Kinder werden nach ihrer Meinung gefragt. Dadurch werden die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt.

Die AG ist für die Planung, Umsetzung und Kontrolle des Projektes verantwortlich. Ihre Mitglieder benötigen daher Kenntnisse des Projektmanagements und berücksichtigen die Kosten für eine Fortbildung in ihrem Finanzplan.

Die AG betrachtet die aktuelle Situation in der Kita und legt die Ziele und Maßnahmen fest. Wichtig ist, dass die gesamte Einrichtung das Projekt unterstützt und die Entwicklung zu einer gesundheitsförderlichen Lebenswelt begleitet. Nur so kann die Idee erfolgreich verwirklicht und nachhaltig verankert werden.

Große Bandbreite

Die "Bewegte Kita" beschränkt sich nicht auf ein vermehrtes Bewegungsangebot für Kinder und eine gesundheitsförderliche Gestaltung von Spiel- und Bewegungsräumen. Sie bezieht vielmehr weitere Handlungsebenen mit ein, etwa

  • Fortbildungstage für Erzieher zum rückenschonenden Arbeiten und
  • die Reflexion über den individuellen Umgang mit Belastungssituationen.

So wird die "Bewegte Kita" mit weiteren Aktivitäten der Gesundheitsförderung in ein umfassendes Einrichtungskonzept integriert. Alle Betroffenen sind daran beteiligt. Auch Kooperationspartner wie Krankenkasse, Unfallkasse, Gesundheitsamt und Beratungsstellen können wichtige Hilfe leisten. Die Arbeitsgruppe dokumentiert, bewertet und protokolliert den Erfolg des Projektes. Auf diese Weise lassen sich auch eventuelle Schwierigkeiten innerhalb der Projektarbeit schnell erkennen und lösen.