Mobbing gehört zum Alltag an Deutschlands Schulen. Fast täglich werden Kinder schikaniert, ausgegrenzt und bedroht. Immer mehr Schüler, Lehrer und Eltern suchen Hilfe bei Beratungsstellen oder in Internetforen.

Mit der Beratungsstelle Gewaltprävention des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI Hamburg) hat die TK deshalb ein Konzept zur Prävention von Mobbing an der Schule entwickelt: die Aktion "Mobbingfreie Schule - Gemeinsam Klasse sein!". Im Schuljahr 2007/2008 wurde es erfolgreich in zwölf Hamburger Schulen erprobt. Inzwischen wird das Projekt in 15 Bundesländern, gemeinsam mit den zuständigen Fachbehörden und Ministerien, angeboten.

Projektwoche stärkt den Zusammenhalt

Während der Aktion "Mobbingfreie Schule - Gemeinsam Klasse sein!" beschäftigen sich Schüler der fünften und siebten Klassen in einer Projektwoche fünf Tage intensiv mit dem Thema Mobbing. Sie erforschen in Übungen, Rollenspielen und Gesprächen, wie sie positiv und konstruktiv miteinander umgehen können. Sie erfahren, welche Folgen Mobbing für die betroffenen Mitschüler hat und was sie selbst tun können, um Mobbing gar nicht erst entstehen zu lassen. Das Ziel der Aktion: Die Klasse entwickelt eine solide Basis dafür, dass sie eine tragfähige Gemeinschaft für die Zukunft wird.

In einem Elternnachmittag werden auch die Eltern in die Projektwoche einbezogen. Die Lehrkräfte erhalten eine besondere Schulung, um die Projektwoche zielgerichtet umsetzen zu können.

Der Anti-Mobbing-Koffer

Die TK hat für die Kooperationspartner im jeweiligen Bundesland Anti-Mobbing-Koffer produziert. Die Partner stellen den Koffer nach einer Schulung den am Projekt beteiligten Schulen zur Verfügung. Im Anti-Mobbing-Koffer finden die Schulen alles, was sie zur Umsetzung der Aktion benötigen.

Ein Handbuch beschreibt detailliert, wie die Lehrer die Unterrichtseinheiten der Projektwoche gestalten können. Mehrere Filme zeigen anschaulich, worum es beim Mobbing geht und welche Folgen es haben kann. Für die Lehrkräfte gibt es einen Film mit Hinweisen zur Gesprächsführung während der Projektwoche, und auch für den Elternabend steht ein Film zur Verfügung. Ein Spickzettel fasst die wichtigsten Punkte für die Lehrer zusammen. Faltblätter zur Projektwoche und zum Thema Mobbing erleichtern die Information der Eltern.

Das Material steht nur Schulen zur Verfügung, die am Projekt beteiligt sind. Interessierte Schulen wenden sich dazu an die regionalen Ansprechpartner in den beteiligten Bundesländern.

Kooperations- und Ansprechpartner in den Bundesländern

Schulen aus den unten genannten Bundesländern, die am Projekt teilnehmen wollen, können sich an die regionalen Ansprechpartner der Aktion "Mobbingfreie Schule - Gemeinsam Klasse sein!" wenden.

Baden-Württemberg

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Kontaktbüro Gewaltprävention im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Postfach 19 34 42
70173 Stuttgart

Karl Häberle und Victoria Darkashly
Karl.Haeberle@km.kv.bwl.de
Viktoria.Darkashly@km.kv.bwl.de

Bayern

Staatliche Schulberatung in Bayern

Die Schulberatungsstellen in Bayern arbeiten regionalbezogen. Bitte wählen Sie auf der folgenden Website unter "spezielle Aufgaben" zuerst das Thema Mobbing und erst anschließend Ihren regionalen Ansprechpartner aus.

www.schulberatung.bayern.de

Berlin

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Bernhard-Weiß-Straße 6
10178 Berlin

Dirk Medrow
dirk.medrow@senbjw.berlin.de
www.berlin.de/sen/bjf/

Brandenburg

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam

Ramona Krautz
Telefon 0331-8663792
Ramona.Krautz@mbjs.brandenburg.de
www.mbjs.brandenburg.de

Bremen

Freie Hansestadt Bremen
Landesinstitut für Schule 
Referat Schulentwicklung
Soziales Lernen
Am Weidedamm 20
28215 Bremen

Meike Herminghausen
Telefon 04 21 361-181 97
meike.herminghausen@lis.bremen.de

Hamburg

Behörde für Schule und Berufsbildung
Beratungsstelle Gewaltprävention
Felix-Dahn-Straße 3
20357 Hamburg

Telefon 040 - 42 88 42-930
gewaltprävention@bsb.hamburg.de
www.hamburg.de/gewaltpraevention

Hessen

Hessisches Kultusministerium
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Webmaster Schule & Gesundheit
Naturschutzakademie Hessen
Friedenstraße 26
35578 Wetzlar

Telefon 06 441 - 924 80 - 18
www.schuleundgesundheit.hessen.de

Mecklenburg-Vorpommern

Dr. Martina Trümper
Referentin für Bildung für nachhaltige Entwicklung, Gleichstellung und Gewaltprävention
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V)
Schmiedestr. 8
19053 Schwerin

Telefon 0385 - 588 7725
m.truemper@bm.mv-regierung.de

Niedersachsen

Niedersächsische Landesschulbehörde

Regionalabteilungen der Niedersächsischen Landesschulbehörde

Rheinland-Pfalz

Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz
Abteilung 3 - Schulpsychologische Beratung
Butenschönstraße 2
67346 Speyer

mobbingfreie-schule@bm.rlp.de

Saarland

Landesinstitut für Präventives Handeln (LPH)
Hanspeter-Hellenthal-Straße 68
66386 St. Ingbert

Djenina Mateas
Telefon 06 81 - 501-38 75
d.mateas@lph.saarland.de
www.saarland.de/lph.htm

Sachsen

Freistaat Sachsen
Staatsministerium für Kultus
Zentraler Broschürenversand des Freistaats Sachsen

Publikationen@sachsen.de

Sachsen-Anhalt

Sabine Kessler
Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt
Referat 34: schulform- und fächerübergreifende Themenfelder, Berufsorientierung, soziale Bildung und Integration, Medienbildung
Turmschanzenstraße 25
39114 Magdeburg

Sabine.Kessler@mk.sachsen-anhalt.de

Schleswig-Holstein

Heike Teske
Ministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein;
Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), Bereich Gewaltprävention

mobbingfreie.schule@iqsh.de

Aktion Kinder- und Jugendschutz, 
Landesarbeitsstelle Schleswig-Holstein (AKJS)

info@akjs-sh.de

Thüringen

Thüringer Ministerium für
Bildung, Wissenschaft und Kultur
Werner-Seelenbinder-Straße 7
99096 Erfurt

Anke Schröpfer
Telefon 03 61 - 37 94-287
Fax 03 61 - 37 94-203
anke.schroepfer@tmbwk.thueringen.de

Weitere Bundesländer

Das Projekt "Mobbingfreie Schule - Gemeinsam Klasse sein!" gibt es bereits in den zuvor genannten Bundesländern. Informationen über Angebote zur Gewaltprävention in anderen Bundesländern finden Sie unter