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Bei unseren Themenfeldern wie Familie, Digitalisierung, Gemeinschaft, Ernährung, Arbeit und Sport geht es immer wieder um die Frage, wie man konkret aktiv werden kann, um sich auch neben Job, Freizeit und Familie und trotz Alltagsstress um die wichtigen Probleme unserer Zeit zu kümmern - um so zu einer intakten und gesunden Lebenswelt beizutragen. Denn die Grundlage für eine gesunde Zukunft bildet eine gesunde Lebenswelt.

Eine Möglichkeit bietet das junge Start-up Artenglück, das Patenschaften für Blühwiesen und Feldvogelfenster vergibt und damit einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz in Deutschland leistet.

Selber aktiv sein

Gesund ernähren, körperlich aktiv sein und gut mit Stress umgehen: Das ist eine gute Basis für ein gesundes Leben. Wenn wir in einem dieser Punkte Defizite haben, bemerken wir das meist schnell und können gezielt gegensteuern.

Programme wie der TK-GesundheitsCoach helfen uns dabei, unsere Ziele im Bereich Bewegung, Ernährung und mentaler Gesundheit besser und schneller zu erreichen.

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TK-Gesund­heits­Coach

Der interaktive Coach der Techniker hilft Ihnen, von zu Hause etwas für Ihre Gesundheit zu tun.

Beim Artenschutz müssen alle an einen Tisch

Aber all das bringt uns langfristig auch nur dann etwas, wenn wir die wirkliche Basis und die Grundlage unserer Gesundheit nicht aus den Augen verlieren: Ein intaktes und gesundes Ökosystem. Eine Umwelt in der wir nicht nur überleben, sondern gemeinsam mit anderen Tier- und Pflanzenarten ein nachhaltiges und erfüllendes Leben führen können.

Wie das funktioniert, welchen Herausforderungen wir uns stellen müssen und was wir aktiv für bessern Artenschutz tun können, darüber haben wir mit Lara Boye, Co-Founderin beim Start-up Artenglück gesprochen.

Wer ist Artenglück und was macht ihr?

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Lara Boye von Artenglück; Foto: science-slam.com / Markus Mielek
Lara Boye: Artenglück ist ein junges Start-up, das sich aus einer Initiative heraus gegründet hat. Mein Co-Gründer sind Christoph Thieße und Felix Schulze-Varnholt - beides Junglandwirte aus Rodewald. Ich selber komme aus dem Bereich Marketing. Unsere Mission ist es, unsere heimische Artenvielfalt wieder zu schützen. Wir legen deutschlandweit Blühflächen und Feldvogelnester an, forsten Wälder auf sorgen dafür, wieder mehr Lebensräume für Biene & Co. zu schaffen!

Wie sieht eure Arbeit konkret aus?

Um unsere Ziele langfristig zu erreichen, sind wir auf eine enge Zusammenarbeit mit den Landwirt:innen angewiesen, die uns ihre Flächen, ihre Maschinen und auch ihr Know-How zur Verfügung stellen. Genauso wichtig ist es aber auch, die Politik, Naturschützer:innen und Unternehmen mit an Bord zu holen. Artenglück ist sozusagen die gesellschaftliche Schnittstelle zwischen all diesen Akteur:innen und versammelt alle an einem Tisch. Um nachhaltig einen Lebensraum und Futter für Bienen sowie andere Tier- und Pflanzenarten schaffen zu können, vergeben wir Blüh-, Wald-, oder Feldvogelpatenschaften und ermöglichen den Menschen so, auch von zu Hause aus aktiv etwas für den Artenschutz zu tun.

Insekten sind ein wichtiger Baustein bei der Bio-Diversität. Lara Boye

Vielfalt fördern

Warum ist Artenschutz so wichtig?

Leider ist unsere Natur und Artenvielfalt stark bedroht! Über 37.000 Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten und gelten als vom Aussterben bedroht. Das sind so viele wie noch nie zuvor. Ohne diese Artenvielfalt können wir jedoch langfristig nicht überleben. Die Insekten sind die Bestäuber unserer Nahrung, Regenwürmer halten den Boden locker, jede Art ist wie ein Rädchen im Getriebe und am Ende hängt alles zusammen. Die Artenvielfalt zu erhalten ist also die Grundlage für eine gesunde und vielfältige Ernährung. Und das eine gesunde Umwelt und eine intakte Natur eine wichtige Funktion als Naherholungsraum für unsere psychische Gesundheit hat, sollte spätestens seit den Corona-Lockdowns auch noch einmal jedem bewusst geworden sein.

Es geht also nicht nur um Bienen?

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Foto: Artenglück
Bei unserer Arbeit geht es um die gesamte Tier- und Pflanzenvielfalt. Ein Problem ist zum Beispiel, dass wir in Deutschland viele invasive, also nicht heimische Arten anpflanzen, die unsere hier ansässigen Insekten gar nicht fressen. Bei den Feldvögeln wie der Feldlerche ist es so, dass sie in Getreidefeldern auf der Erde nistet, moderne Felder aber so eng bepflanz sind, dass die Vögel ihre Nester nicht mehr wieder finden. Daher legen wir nicht bepflanzte Feldflächen an, sogenannte Feldvogelfenster, um den Vögeln das Nisten zu erleichtern. Die Landwirt:innen werden für den so entstandenen Ernteausfall natürlich entschädigt. Insekten sind ein wichtiger Baustein bei der Bio-Diversität, aber wir versuchen mit unserer Arbeit das Thema Artenschutz ganzheitlich abzudecken

Die richtige Mischung machts?

Im wahrsten Sinne des Wortes. Wir arbeiten beispielsweise sehr eng mit Saatgutherstellern zusammen, die speziell auf die jeweilige Region abgestimmte Mischungen für uns entwickeln. Die EU hat zwar ein Förderprogramm für Blühstreifen entwickelt, jedoch wird hier für den gesamten europäischen Raum eine einzige Blühmischung herausgegeben. Dabei handelt es sich zum einen um Saatgut, das nur ein Jahr blüht, obwohl bessere Effekte sich erst nach 2-3 Jahren bemerkbar machen, zum anderen handelt es sich bei den Saatmischungen um invasive Arten, die eben nicht auf die jeweiligen Bedürfnisse der regional ansässigen Arten abgestimmt ist. So haben wir z.B. ein jeweils passendes Saatgut für den Norden und eines für den Süden von Deutschland. Am Ende profitieren alle davon.

Jeder kann mit einer Blühpatenschaft dabei helfen, die regionale Artenvielfalt zu erhalten.

Was kann der Einzelne tun?

Insekten und andere Tiere benötigen einen sicheren Lebensraum und Futter.

Daher ist es ratsam, stets aufmerksam zu sein und zu versuchen die Natur so gut zu schützen wie möglich. Das fängt beim Spaziergang durch Wald und Wiesen an. Man sollte nicht durch Ameisenhaufen laufen oder inmitten einer Wiese ein Lagerfeuer machen. Im eigenen Garten kann man eigene Blumenbeete anpflanzen und ein Insektenhotel aufstellen. Und wenn man nur einen Balkon hat, freuen die Bienen sich über eine Schale Wasser. Jede kleine Tat kann helfen. Um eine noch größere Wirkung zu erzielen, kann man Teil des Artenglück Teams werden und mit einer Blühpatenschaft dabei helfen, die regionale Artenvielfalt zu erhalten.

Was macht Artenglück beim Science Slam?

Der Science Slam steht ja unter dem Motto Care & Share. Das passt meiner Meinung nach ziemlich gut zur Mission von Artenglück. Nur wenn wir lernen, uns besser um die Vielfalt der Arten und deren Lebensraum zu kümmern, der letztlich ja auch unser Lebensraum ist, nur dann können wir unser eigenes Überleben und unsere Gesundheit langfristig sichern. Wir wollen zeigen, dass sich jeder leicht im Alltag für mehr Artenvielfalt engagieren kann und wie gemeinschaftliches Engagement nicht nur die Artenvielfalt fördert, sondern unsere Lebensmittelproduktion sichert und naturfreundlicher macht.

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l.n.r. Christoph Thieße, Felix Schulze-Varnholt, Lara Boye; Foto: Artenglück

Artenglück

... ist ein junges Start-up, das deutschlandweit Blühwiesen und Feldvogelfenster anlegt, um somit heimischen Arten einen Lebensraum zu bieten. Dabei verwenden sie spezielles mehrjähriges Saatgut, um eine Vielfalt an Futter und Lebensraum für unterschiedliche Insektenarten und heimische Kleintiere zu bieten. Der so betriebene Artenschutz sichert letztlich auch die Grundlage für unser eigene Überleben, denn ohne Insekten haben auch wir Menschen keine Chance.

Diese große Aufgabe kann man nur gemeinsam schaffen. Daher vergibt Artenglück sogenannte Blühpatenschaften, mit denen auch ihr Biodiversität unterstützen und wieder Lebensräume für Insekten & Co. schaffen könnt. Wenn ihr auch einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten möchtet, dann findet ihr weitere Informationen unter artenglueck.de