Wie funk­tio­niert die Mitbe­stim­mung?

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Mit den Sozialwahlen hat der Gesetzgeber für die Versicherten das Recht auf demokratische Mitbestimmung in der Sozialversicherung festgeschrieben. In freien und geheimen Wahlen wählen die Mitglieder ihre Interessenvertreter in den Verwaltungsrat. 

Die TK ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Als solche nimmt sie im Rahmen des Sozialgesetzbuches öffentliche Aufgaben wahr, die von ihren Mitgliedern und den Arbeitgebern eigenverantwortlich geregelt werden. Ihre Leistungen finanziert sie durch Beiträge. Eine Körperschaft des öffentlichen Rechts steht unter staatlicher Aufsicht; bei der TK übernimmt diese Aufsicht das Bundesversicherungsamt.

Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der TK ergab, möchten 71 Prozent der erwachsenen Deutschen stärker in gesundheitspolitische Entscheidungen einbezogen werden. Drei Viertel der gesetzlich versicherten Mitglieder sprachen sich dafür aus, bei Sozialwahlen selbst wählen zu können.

Wie bestimme ich mit?

Da nicht für jede der zu treffenden Entscheidungen alle Versicherten und Arbeitgeber befragt werden können, werden Interessenvertreter für die beiden Gruppen benötigt. Jeweils 15 von ihnen bilden den Verwaltungsrat, der die Aufgaben der Selbstverwaltung stellvertretend für die gesamte Versichertengemeinschaft übernimmt.

Diese Interessenvertreter werden bei der Sozialwahl gewählt. So sind Versicherte und Arbeitgeber über die Selbstverwaltung an den grundlegenden Entscheidungen der TK beteiligt.

Stichwort Selbstverwaltung

Wichtig ist, das Thema "Sozialwahl und Selbstverwaltung" auch in der Zeit zwischen den Sozialwahlen präsent zu halten und es vor allem jungen Menschen entsprechend positiv zu vermitteln. Deshalb haben die Sozialversicherungsträger zum Beispiel die gemeinsame Internetseite selbstverwaltung.de entwickeln lassen, die seit 2014 online ist. Auf dieser Website erfahren Sie, warum soziale Selbstverwaltung bürgernah ist, wo sie mitentscheidet, was sie zum sozialen Miteinander beiträgt und warum sie für die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler effizient ist.