Wie viele Mitglieder die Selbstverwaltung eines Versicherungsträgers umfasst, wird durch die Satzung geregelt. Der Verwaltungsrat einer Krankenkasse darf dabei aber höchstens 30 Mitglieder vorsehen, die Vertreterversammlungen der gesetzlichen Renten- oder Unfallversicherungsträger maximal 60 Mitglieder. Bei der TK wird der aus 30 Personen bestehende Verwaltungsrat je zur Hälfte aus der Gruppe der Versicherten und der Arbeitgeber gewählt.

Die Urwahl

Stehen mehr Kandidaten für eine Gruppe zur Wahl, als es Sitze in der Selbstverwaltung für diese Gruppe gibt, erfolgt zur Verteilung der Sitze eine aktive Wahl - die sogenannte Urwahl. Diese ist frei und geheim. Die Wähler müssen jedoch nicht in ein Wahllokal gehen, denn bei den Sozialwahlen wird per Briefwahl gewählt.

Durch die Urwahl, wie sie zum Beispiel bei den Versichertenvertretern im TK-Verwaltungsrat stattfindet, nehmen die Wähler entscheidenden Einfluss und bekunden ihr Interesse an der Ausrichtung ihrer Krankenversicherung. Je höher dabei die Wahlbeteiligung ausfällt, desto gestärkter kann die Selbstverwaltung agieren.

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der TK finden 68 Prozent, also gut zwei Drittel der Befragten, die Teilhabe über die Sozialwahl wichtig oder sehr wichtig. Nur 21 Prozent sind der Ansicht, dies sei weniger wichtig. Lediglich für 9 Prozent ist diese Form der Teilhabe unwichtig.

Wahl ohne Wahlhandlung

Wird aus einer Gruppe nur eine Vorschlagsliste zur Wahl zugelassen oder werden auf mehreren Vorschlagslisten insgesamt nicht mehr Kandidaten benannt, als Mitglieder zu wählen sind, gelten die Vorgeschlagenen als gewählt. Zu einer solchen "Wahl ohne Wahlhandlung" kommt es zum Beispiel, wenn alle Listen einer Gruppe keine Urwahl wollen. Dann werden die Sitze untereinander ausgehandelt. In der Vergangenheit fanden bei den meisten Krankenkassen keine Urwahlen statt.