Lecker in Schale

Wunderwerk Apfel

Schließ kurz Deine Augen und stell Dir einen Apfel vor – na? Wie sieht der Apfel aus, den Du Dir vorgestellt hast? Hellgrün und groß? Oder klein, grün auf der einen Seite und rot auf der anderen? Oder vielleicht doch eher leicht gelb? Alles stimmt! Denn allein in Deutschland gibt es in den Läden über 40 Sorten zu kaufen. Insgesamt gibt es über 20.000 Sorten. Aber egal, welche Farbe und Größe: Der Apfel hat es in sich! Hier erfährst Du, warum der Apfel ein kleines Wunderwerk ist.

 

Zu einem großen Teil besteht der Apfel aus Wasser. Er enthält aber noch viel mehr: Vitamin B und Vitamin C, Eisen, Magnesium, Mangan, Phosphat und Kalium. Das klingt erst mal komisch, doch der Apfel ist die gesunde Frucht schlechthin. Insgesamt stecken im Apfel Fruchtsäuren, Fruchtzucker, Cellulose, Gerbstoffe und mehr als 30 Mineralstoffe und Spurenelemente. Besonders gut ist der Apfel auch für den Darm, denn er enthält viele Ballaststoffe. Das sind Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel, die mit dem Essen aufgenommen werden, die im Magen oder Darm aber nicht verwertet werden. Ballaststoffe sorgen so für eine gute und geregelte Verdauung. Weil der Körper die Ballaststoffe nicht abbauen kann, werden sie unverdaut wieder ausgeschieden, wenn Du auf die Toilette gehst. Dabei binden sie Gifte und Schadstoffe an sich und nehmen sie gleich mit – gut für den ganzen Körper!
Äpfel gibt es in vielen Farben und Größen. © icomedias

Am besten mit Schale

Das Beste sitzt direkt unter der Schale. Hier enthält der Apfel die meisten Vitamine und etwa 70 Prozent seiner wertvollen Inhaltsstoffe. Deshalb solltest Du Äpfel am besten mit Schale essen, statt sie zu schälen. Meistens reicht es schon, einen Apfel vorher zu waschen oder zur Not kräftig abzureiben. Verzichten solltest Du auf gespritzte Äpfel. Dieses Obst wurde mit so genannten Pestiziden, also Schädlingsbekämpfungsmitteln, behandelt. Da sitzen unter der Schale nicht nur die Vitamine, sondern auch Giftstoffe. Bitte Deine Eltern, beim Einkaufen darauf zu achten!

Äpfel rund ums Jahr

Viele Apfelsorten sind im Sommer oder im Herbst reif. Bei den meisten dieser Sorten kannst Du einen Apfel vom Baum pflücken und gleich reinbeißen. Andere Sorten schmecken am besten, wenn sie nach der Ernte im Herbst oder Spätherbst noch eine Weile gelagert werden. Sie reifen dann noch nach und sind zum Beispiel Weihnachten "fertig". Solche Winteräpfel sind ein wichtiger Vitaminlieferant für den Winter. Das war vor allem früher wichtig, als man noch nicht zu jeder Jahreszeit Äpfel kaufen konnte. Heute kommen viele Äpfel in den Läden aus anderen Ländern oder sogar Kontinenten. Durch eine spezielle Lagerung können sie teilweise mehrere Wochen oder Monate aufbewahrt und erst dann verkauft werden. Wenn Du wählen kannst, solltest Du Dich allerdings lieber für Äpfel aus Deiner Region entscheiden.

Ein Apfel am Tag...

"An apple a day keeps the doctor away" – so lautet ein altes englisches Sprichwort. Es heißt so viel wie: "Iss einen Apfel am Tag und Du hast Dir den Arzt gespart". Probier es doch einfach mal aus! Die Engländer wissen übrigens auch, dass man Äpfel nicht nur roh zwischendurch oder im Obstsalat essen kann, sondern dass sie auch warm lecker schmecken. TK-Logo stellt Dir ein englisches Apfelrezept vor, das Du einfach nachkochen kannst. "Apple Crumble" heißt übersetzt "Apfelstreusel".

Für den Apple Crumble brauchst Du:

  • 4 Äpfel (frag nach einem Koch- oder Backapfel, zum Beispiel Boskop)
  • 70 Gramm Zucker
  • 100 Gramm Butter
  • 100 Gramm Mehl
  • 75 Gramm Vollkorn-Haferflocken
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • Zimt nach Belieben


Diese Zutaten brauchst Du für das Rezept. Stell Dir am besten alles bereit, bevor Du beginnst. Händewaschen nicht vergessen! © icomedias
Wasch die Äpfel und schneide sie klein. Dabei entferne die Kerngehäuse und schneide die Äpfel in dünne Spalten oder Würfel. © icomedias
Die Apfelspalten legst Du in eine flache Auflaufform - der Boden der Form sollte bedeckt sein. Obendrauf kommen später die Streusel. © icomedias 


Für die Streusel mischt Du die anderen Zutaten zu einem Teig. Er soll schön krumelig werden! Dazu kannst Du den Mixer oder einen Kochlöffel nehmen. © icomedias
Den krümeligen Teig gibst Du auf die Apfelspalten in die Auflaufform. Nun kommt der Apple Crumble in den Ofen: 20 bis 30 Minuten bei 200 Grad. © icomedias
Heiß und lecker: Wenn die Streusel schön braun sind, ist der Apple Crumble fertig. Er schmeckt mit Vanilleeis, aber auch einfach so. Guten Appetit! © icomedias 

Wenn Dir Rohkost lieber ist, eignet sich der Apfel als Pausensnack für die Schule, als kleiner Imbiss für zwischendurch oder als gesunder Nachtisch. Aber Vorsicht: Nach dem Apfelessen solltest Du Dir nicht direkt die Zähne putzen! Die Säure des Apfels greift den Zahnschmelz an. Deine Zahnbürste könnte ihn dann beim Putzen beschädigen.

Text: Katharina Frier