Ein Baum voller Leben

In den Bäumen und auf dem Boden ist ganz schön viel los! TK-Logo hat sich ein paar interessante Waldbewohner genauer angeschaut und stellt sie Dir vor...

 

Baum mit seinen verschiedenen Bewohnern© icomedias/Daniel Nagengast Bist Du schon einmal im Wald spazieren gegangen und hast beobachtet, was um Dich herum so alles läuft, krabbelt, fliegt und springt? Wir haben uns das mal genauer angeschaut und stellen Dir sechs Waldbewohner vor: den Baummarder, das Eichhörnchen, den Hirschkäfer, den Buntspecht, den Feuersalamander und die Roten Waldameisen. Auf oder neben dem Baum im linken Bild kannst Du all diese Tiere entdecken.

 

BaummarderBaummarder sind Raubtiere. © Wikimedia/Dani Kropivnik

(1) Baummarder

Etwa einen halben Meter groß wird dieses Raubtier, das vor allem Jagd auf kleine Säugetiere wie Eichhörnchen oder Mäuse macht. Aber auch Vögel, Frösche, Insekten und Beeren stehen auf seinem Speiseplan. Baummarder besitzen rotbraunes Fell, das im Winter dichter und seidiger ist als in den warmen Jahreszeiten. Der Baummarder ist in ganz Europa beheimatet, in freier Natur wird er ungefähr zehn Jahre alt. Anders als seine Verwandten, die Steinmarder, sind Baummarder eher scheu und meiden die Nähe des Menschen.

 

(2) Eichhörnchen

Eichhörnchen gehören wie zum Beispiel auch das Murmeltier zur Tierfamilie der Hörnchen. Mit weit mehr als 200 Arten ist diese eine sehr große Nagetier-Familie. Die meiste Zeit bewegen sich Eichhörnchen auf Bäumen. Sie sind sehr gute Kletterer. Mit ihren scharfen Krallen können sie kopfüber Baumstämme herunterlaufen. Beim Laufen und Springen verwenden sie ihren buschigen Schwanz als Steuerruder und Gleichgewichtshilfe. Wie Du vielleicht weißt, vergraben die kleinen Nagetiere Eicheln und Nüsse vor Wintereinbruch in unterschiedlichen Verstecken, um sich im Winter davon zu ernähren. Einige davon finden sie jedoch nicht wieder – aus diesen Früchten wächst im Frühjahr dann vielleicht ein neuer Baum.

 

HirschkäferNur die männlichen Hirschkäfer tragen ein Geweih. © pixelio.de/Udo Sodeikat

(3) Hirschkäfer

Bis zu siebeneinhalb Zentimeter können männliche Hirschkäfer lang werden, Weibchen schaffen es höchstens auf vier Zentimeter. Die Männchen sind leicht an ihrem Geweih zu erkennen, das dem der Hirsche ähnelt. Zwischen drei und acht Jahren benötigen die Larven bis sie zu einem Käfer herangewachsen sind - danach leben sie meist nur etwa vier Wochen. Diese Zeit nutzen sie, um sich zu vermehren. Doch nicht jedes Männchen kann sich einfach mit einem Weibchen paaren. Die Konkurrenz ist groß und somit muss ein Männchen erst ein anderes Männchen im Kampf besiegen. Dabei verhaken sich die Männchen mit ihren Geweihen und versuchen, sich gegenseitig mit starken Bewegungen umzuschubsen. Das kräftigere Männchen hat das Weibchen erobert.

 

(4) Buntspecht

Das Hämmern des Buntspechtes schallt durch so manchen Wald. Damit machen sich die Spechte bei ihren Artgenossen bemerkbar und versuchen sie anzulocken. Mühelos klettert der etwa 20 Zentimeter große Vogel Baumstämme hoch. Seine Krallen bohren sich dabei fest in den Baum. Buntspechte brüten in einer selbstgezimmerten Nisthöhle – sind die Küken ausgeflogen, nutzen auch andere Tiere die Höhle als Unterschlupf. Durch ihr schwarz-weiß-rotes Federkleid sehen Buntspechte den Mittelspechten ähnlich. Mittelspechte sind allerdings ein bisschen kleiner als Buntspechte und ihr Federkleid am Bauch sieht leicht schmutzig aus.

 

FeuersalamanderFeuersalamander bewegen sich langsam fort. Wegen ihrer giftigen Haut sind sie trotzdem keine leichte Beute. © pixelio.de/Erhard Ruhland

(5) Feuersalamander

Diese Salamanderart fühlt sich in bergigen Landschaften wohl und ist deshalb nicht in ganz Deutschland verbreitet. Sollte Dir einmal ein Feuersalamander über den Weg laufen, beobachte ihn nur und fasse ihn nicht an! Seine Haut sondert Gift ab, das auf der Haut brennt. Damit schützt sich der Salamander vor Fressfeinden wie Hunden, Katzen oder Vögeln. Aber das Gift hat noch eine weitere Funktion: Es sorgt dafür, dass auf der feuchten Haut des Tieres kaum Bakterien oder Pilze leben können.

 

(6) Rote Waldameisen

Wie der Name schon sagt, sind diese Ameisen rötlich und leben zu Tausenden in Ameisenhaufen im Wald oder am Waldrand. Sie fressen gerne andere Insekten, aber "melken" auch Blatt- und Schildläuse. Die Läuse saugen Pflanzensäfte und scheiden Honigtau aus. Das ist ein süßer Saft, den Ameisen besonders lecker finden. Die Königinnen der Roten Waldameisen können übrigens schon mal 20 Jahre alt werden.