Elektrische Kräfte

Stehen Dir nach dem Kämmen manchmal Deine Haare "zu Berge"? Oder hat es schon mal geknistert, wenn Du einen Türgriff aus Metall angefasst hast? Was passiert da eigentlich?

 

Dazu brauchst Du:

 
Plastikstift oder -stab, Plastikkamm, Seidenpapier, Konfetti oder Papierschnipsel zwei Luftballons und einen Woll- oder Seidentuch.

1. Dein Zauberstab

Schneide einen Streifen Seidenpapier ab. Fahre nun mit Deinem Plastikstab darüber. Was passiert? Nichts! Reibe den Stab nun kräftig mit einem Woll- oder Seidentuch. Fahre erneut über den Papierstreifen. Jetzt kannst Du die Papierschlange beschwören. Sie lässt sich von Deinem Zauberstab in die Luft ziehen.

Was ist passiert? Die meisten Materialien sind gleichmäßig positiv und negativ geladen, also neutral. Wenn Du Kunststoff nun mit dem Wolltuch reibst, gehen negative Ladungen der Wolle auf den Kunststoff über. Er ist nun negativ geladen, das Wolltuch hingegen positiv. Kommt Dein Zauberstab mit dem Papier in Berührung, zieht er die positiven Ladungen des Papiers an, das dadurch am Stab haftet. Das gleiche kannst Du auch mit Papierschnipseln machen.

2. Kamm und Co.

Wenn Du Dich kämmst knistert es manchmal und die Haare stehen Dir zu Berge. Denn auch der Kamm wird beim kämmen negativ geladen: Das nennt man statische Elektrizität. Kämme Dich mal, bis die Haare abstehen und fahre mit dem geladenen Kamm über Deine Papierschnipsel. Dein magischer Kamm hebt sie auf, da er mit negativ geladenen Elektronen überzogen ist.

Blitze beim Gewitter sind auch ein Beispiel statischer Elektrizität. Sie entstehen in Gewitterwolken, wenn Luftströme Eiskristalle und Wassertropfen so heftig gegeneinander wirbeln, dass sie geladen werden. Oben in der Wolke sammeln sich positiv geladene und negativ geladene Teilchen. Schließlich springt ein Elektronenstrom, nämlich der Blitz, auf eine andere Wolke oder den Boden über, um die Ladung auszugleichen.

3. Luftballontricks

Reibe mal einen Luftballon an Deinem Pulli oder T-Shirt. Durch seine negative Ladung bleibt er dort regelrecht kleben. Und Du kannst ihn auch an der Wand, der Tafel oder gar der Decke "kleben" lassen.

Doch elektrisch geladene Ballons können sich auch abstoßen. Blase zwei Ballons auf und reibe sie an Wolle oder Seide. Hänge einen der Ballons an einem Bindfaden auf. Nähere Dich diesem mit dem zweiten Ballon. Der herabhängende Ballon bewegt sich weg. Denn beide Ballons hast Du negativ geladen. Und Gegenstände gleicher Ladung stoßen sich ab.

4. Aufgeladen

Warum "knistert" es manchmal, wenn Du nach dem Rennen zum Beispiel einen Türgriff aus Metall berührst? Reibe mit Deinen Schuhsohlen kräftig auf dem Bodenbelag. Der Versuch gelingt nicht mit jeder Schuhbesohlung und Bodenmaterial. Am Besten sind Gummisohlen und Teppich.

Fass jetzt einen leitenden Gegenstand wie zum Beispiel eine Türklinke aus Metall an. Metalle leiten gut, weil Elektronen durch sie hindurchfließen können. Durch das Reiben Deiner Gummisohlen lädst Du Dich sozusagen auf. Und "überflüssige" negative Elektronen fließen von Dir durch das Metall ab. Das Ladungsverhältnis gleicht sich wieder aus. Probier mal, ob Du es spüren kannst.

Text und Bilder: Birgit Bender
Papier haftet an PlastikstiftBeschwöre Deine Papierschlangen!