Spannendes über Frösche und Kröten

"Quak, quak" – vor allem im Sommer kannst Du in der Nähe von Gewässern den Konzerten von Fröschen lauschen. Mehrere tausend verschiedene Frosch- und Krötenarten gibt es auf der Welt. Schlanke und dicke, bunte und einfarbige – manche sind auch giftig. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht. Hast Du schon mal einen Frosch oder eine Kröte gesehen? Meistens halten sich die Tiere dort auf, wo es feucht ist, in Teichen oder Tümpeln. Warum, erfährst Du von TeKalino...

 

Wusstest Du, dass...

 

...Frösche und Kröten über ihre Haut atmen?

Wenn Frösche und Kröten längere Zeit unter Wasser bleiben, nehmen sie über feine Blutgefäße in der Haut Sauerstoff aus dem Wasser auf. Dadurch ist der Sauerstoff gleich dort, wo er hin muss: im Blut. Frösche und Kröten können – wenn nötig – auch über ihre Lungen atmen. Außerdem brauchen sie eine feuchte Umgebung, damit ihre Haut nicht austrocknet.

...manche Frösche zeitweise ihre Farbe ändern können?


Der männliche Moorfrosch möchte sich bei den Weibchen während der Laichzeit von seiner schönsten Seite zeigen: Seine bräunliche Haut kann er zeitweise blau färben. Der Mulu-Flugfrosch kann dank seiner Häute zwischen den Zehen fliegen. Aber nicht nur das: Er kann seine Augenfarbe verändern und wechselt sogar seine Hautfarbe. Eigentlich ist der Frosch braun, aber nachts wird er hellgrün.
Mulu-FlugfroschNachts wird der Mulu-Flugfrosch grün. © WWF/Stefan Hertwig

Unterschiede zwischen Fröschen und Kröten

Frösche und Kröten gehören zu den Froschlurchen, genauso wie Unken. Während Frösche eher glatte Haut besitzen, ist die Haut bei Kröten und Unken meist mit kleinen Warzen überzogen. Außerdem springen Kröten im Gegensatz zu Fröschen nicht, da ihre Hinterbeine so kurz wie ihre Vorderbeine sind. Und lange Hinterbeine sind zum Springen wichtig. Froschlurche sind Amphibien. Amphibien legen ihre Eier in einem Gewässer ab, das nennt man Laichen. Nur im Wasser können sich die Kaulquappen, also die Larven, entwickeln, denn sie atmen zunächst wie Fische mit Kiemen. Erst später entwickeln sich ihre Lungen, sodass sie auch an Land atmen und leben können.

...Wetterfrösche nur eine Erfindung sind?

Vielleicht hast Du schon einmal ein Bild gesehen, das einen grünen Frosch auf einer Leiter in einem Glas zeigt? Dieser "Wetterfrosch" soll angeblich das Wetter vorhersagen: Sitzt er unten, wird das Wetter schlecht, steigt er die Leiter hinauf, wird es gut. Woher kommt dieser Glaube? Menschen haben beobachtet, dass die grünen Laubfrösche bei gutem Wetter an Pflanzen hochklettern und bei schlechtem am Boden bleiben. Das tun sie aber nur, weil Insekten, auf die sie es abgesehen haben, bei gutem Wetter weiter oben fliegen als bei schlechtem Wetter. Denn der veränderte Luftdruck beim Wetterwechsel drückt die Insekten nach oben oder unten. Laubfrösche können das Wetter also nicht wirklich vorhersagen, schon gar nicht in Gläsern, in denen keine Insekten sind. Du selbst kannst es aber mal mit einem selbstgebauten Barometer versuchen!

...der kleinste Frosch der Welt ganz schön giftig ist?

Er ist gerade mal so groß wie eine Fliege und lebt auf Kuba, einem Inselstaat in der Karibik. Der Zwergfrosch namens Eleutherodactylus iberia trägt Gift in seiner Haut, um sich vor Feinden zu schützen. Woher kommt das Gift? Wissenschaftler vermuten, dass er es über sein Lieblingsfressen aufnimmt: winzige Milben und Ameisen. Diese kleinen Tiere enthalten so genannte Alkaloide, eine giftige Substanz.

...es eine Kröte gibt, die nach Knoblauch riecht?


Ihr Name verrät es bereits: Die Knoblauchkröte heißt nicht ohne Grund wie das gleichnamige Gewürz. Fühlt sich die maximal acht Zentimeter große Kröte bedroht, gibt sie einen Stoff ab, der so ähnlich riecht wie Knoblauch. Die Kröte lebt überwiegend auf Ackerflächen. Weil Bauern in ihrem Lebensraum zum Beispiel Pflanzenschutzmittel einsetzen, ist sie jedoch vom Aussterben bedroht.

Zwergfrosch Eleutherodactylus iberia  Dieser Zwergfrosch ist klein und giftig. © Ariel Rodriguez/Miguel Vences

Bunte Froschgalerie


Schrecklicher PfeilgiftfroschSchrecklicher Pfeilgiftfrosch © Wikipedia/Wilfried Berns
Blauer BaumsteigerBlauer Baumsteiger © Wikipedia/Michael Gäbler
RotaugenlaubfroschRotaugenlaubfrosch © istockphoto.com/Stuart Berman
Gelbgebänderter BaumsteigerGelbgebänderter Baumsteiger © aboutpixel.de/Oliver Strube
GrasfroschGrasfrosch © Wikipedia/Richard Bartz
ErdbeerfröschchenErdbeerfröschchen © Wikipedia (gemeinfrei) 

Text: Daniela Dorsch