Die Läuse sind los

Sie sind winzig klein, doch wenn sie in Deinen Haaren sitzen, sorgen sie für große Aufregung: Läuse sind vor allem auf Kinderköpfen weit verbreitet. Oft ist es gar nicht so leicht, die Plagegeister wieder loszuwerden. TK-Logo erklärt Dir, wie es geht.

 

Zwei Läuse krabbeln an einem Haar entlang, das in einem Läusekamm steckt.Die Mehrheit aller Schüler hatte schon einmal Kopfläuse. © IStockphoto.comKopfläuse sind in vielen Schulen und Kindergärten eine Plage. Hast Du auch schon einmal die Bekanntschaft der ungebetenen Gäste gemacht? Dann befindest Du Dich in bester Gesellschaft: Läuse sind keine Seltenheit.

Trotzdem gelten Läuse bis heute als Tabuthema und werden mit unhygienischen Bedingungen in Verbindung gebracht. Dabei ist längst klar, dass der Läusebefall nichts mit mangelnder Sauberkeit zu tun hat. Im Gegenteil: Einige Wissenschaftler sind sogar überzeugt, dass die nur wenige Millimeter großen Tiere gewaschene Haare viel lieber mögen als ungewaschene.

 

Wie sehen Läuse aus?

Die flügellosen Insekten krabbeln auf den Haaren. Springen oder fliegen können sie nicht. Mit ihrem länglichen Körper und den sechs Beinen sind sie sehr schnell. Läuse übertragen keine Krankheiten, sie können aber einen starken Juckreiz verursachen und sich schnell weiterverbreiten. Außerdem sind sie kleine Vampire: Sie sitzen nahe dem Haaransatz und saugen etwa alle drei Stunden Blut aus der Kopfhaut. Vor der Blutmahlzeit sind Läuse grau, danach rötlich bis braun. Eine Laus lebt im Durchschnitt etwa sechs Wochen, ohne Blutmahlzeit gerade mal drei Tage.

 

Blondes Mädchen kratzt sich am Kopf.Läuse lösen oft einen Juckreiz aus. © pixelo.de/S.Hofschlaeger

Ein Teufelskreis

Die geschlechtsreifen Weibchen legen täglich zwischen zwei und sechs Eier. Aus jedem Ei schlüpft nach etwa einer Woche wieder eine junge Laus. Nach weiteren sieben bis zehn Tagen ist die junge Laus wieder geschlechtsreif und legt erneut Eier. Wenn Kinder beim Spielen die Köpfe zusammenstecken, krabbeln die ausgewachsenen Läuse von Schopf zu Schopf und legen überall Eier. So kann es passieren, dass binnen einer Woche eine ganze Schulklasse Läuse hat, obwohl ursprünglich nur ein Kind befallen war.


 

Was ist bei Lausbefall zu tun?

  • Die ganze Familie untersucht sich gegenseitig mit einem Läusekamm aus der Apotheke. Wascht Euch die Haare, gebt Pflegespülung ins Haar und kämmt Strähne für Strähne einzeln durch.
  • Behandele das Haar mit einem Läuse tötenden Mittel aus der Apotheke. Kämme das nasse Haar danach mit dem Läusekamm aus.
  • Fünf Tage nach der ersten Behandlung wäschst Du das Haar wieder mit der Spülung und kämmst es nass aus. So entfernst Du nachgeschlüpfte Jungtiere.
  • Zwischen dem achten und dem zehnten Tag wiederholst Du die Behandlung mit dem Läusemittel und kämmst das Haar nass aus. Das tötet spät geschlüpfte Jungtiere.
  • Wasche alle Kämme und Haarbürsten in heißem Wasser mit Seife und Handtücher und Bettwäsche bei 60 Grad Celsius in der Maschine. Verbanne Mützen, Kopfkissen und Kuscheltiere für ein paar Tage in eine verschlossene Plastiktüte.

Schlage Läusealarm!

Bevor Du mit der Behandlung beginnst, sag allen Bescheid, mit denen Du in den letzten Tagen Kontakt hattest. Hast Du ihnen die Läuse übertragen, können sie sich auch gleich behandeln. Darüber zu reden ist nicht leicht und Dir vielleicht auch peinlich. Doch überwinde Dich: Nur wenn alle Betroffenen offen und ehrlich damit umgehen, könnt Ihr verhindern, dass die Läuse sich ungehindert weiter verbreiten.

Nach der ersten Therapie mit entsprechenden Mitteln darfst Du wieder zur Schule gehen. Doch vergiss nicht: Führe die Behandlung wie beschrieben fort. Dann wirst Du die Plagegeister so schnell wie möglich los!