Magnetische Zaubereien

Magnet stammt vom griechischen "lithos magnes", was "Stein aus Magnesia" heißt. Er ist ein Körper, der bestimmte andere Körper magnetisch anzieht oder abstößt. Magnetische Anziehung oder Abstoßung ist ein grundlegendes Naturphänomen unserer Erde.

 

Ein Magnet ruft ein magnetisches Feld hervor und wird von diesem durchströmt. Die Oberflächenbereiche, die vom überwiegenden Teil des Magnetfeldes durchflossen werden, sind die Pole des Magneten: Südpol und Nordpol. Experimentiere doch mal mit der Zauberkraft der Magnete!

 

Du brauchst:

Verschieden starke Magnete, Nägel, Münzen, Büroklammern, sonstige Gegenstände aus Metall und anderen Materialien, Faden, Klebeband sowie Papier.

 

Magnete im Test

MagneteWie viele verschiedene Magnete entdeckst Du? Suche zunächst alle Magnete zusammen, die Du auftreiben kannst: Sind an Eurem Kühlschrank Magnete, um Notizen zu befestigen? Hast Du ein Reiseschach- oder Backgammonspiel mit Magneten und eine Holzeisenbahn, deren Waggons mit Magneten verbunden sind? Besitzt Du auch noch Stabmagnete? Du wirst überrascht sein, wie viele Magnete Du findest.

 

GeldWelche Geldstücke sind magnetisch? Teste nun in Deiner Umgebung, was Deine Magnete anziehen und was nicht und notiere es. Dabei wirst Du feststellen, dass die Magnete eine unterschiedlich starke Anziehungskraft haben. Egal ob Kühlschrank oder Büroklammer: Alles was Deine Magnete anziehen, ist aus Metall. Ist also jedes Metall magnetisch? Teste das anhand von Münzen!

 

Welche Münzen werden angezogen - und warum?

Ein 50-Cent-Stück wird nicht angezogen, Ein- bis Fünf-Cent-Stücke hingegen sehr gut, die Ein-Euro-Münze nur in der Mitte. Warum? Die Münzen müssen Eisen oder Nickel enthalten. Münzen bestehen nicht aus reinen Metallen, sondern aus Metallmischungen, sogenannten Legierungen. Die silberfarbene Legierung ist Kupfer-Nickel. Die Ein- bis Fünf-Cent-Münzen bestehen aus Eisen mit Kupferauflage. Die 10- bis 50-Cent-Münzen bestehen aus "Nordischem Gold", das ist eine nicht magnetische Kupfer-Aluminium-Zink-Zinn-Legierung!

 

 

Lass Dinge schweben, rollen und springen

Mit Büroklammern aus Eisen lässt sich sehr schön mit Magneten spielen. Zunächst kannst Du die Stärke von Magneten testen, indem Du versuchst, wie viele Büroklammern er auf einmal anziehen kann. Du kannst auch testen, ob Du eine Büroklammer durch Unterlagen aus Papier, Kunststoff oder Metall oder Deinen Pulli fortbewegen kannst.

 

Die Büroklammer kann sogar schweben: Binde sie an eine dünne Schnur und klebe das freie Schnurende mit einem Klebestreifen auf dem Tisch fest. Führe den Magneten vorsichtig zur Büroklammer, ohne sie zu berühren. So kannst Du sie schweben lassen und in der Luft bewegen. Auch kleine Magnete kannst Du mit stärkeren über eine kleine Entfernung bewegen, rollen und springen lassen.

 

Magnete selbst gemacht

NagelMach aus dem Nagel einen Magneten! Du kannst aus Metallgegenständen selbst Magnete machen! Nimm einen Nagel und einen möglichst starken Magneten und streiche etwa 50mal mit dem Magnet vom Kopf bis zur Spitze den Nagel entlang. Halte den Nagel anschließend mit der Spitze an eine Büroklammer: Dein Nagelmagnet zieht sie an und hebt sie hoch.

 

BüroklammerDein Nagelmagnet lässt Büroklammern schweben! Wie das? Du hast das Magnetfeld des Nagels verändert und ihn so magnetisiert. Jetzt zieht er selbst Eisengegenstände an. Und wenn Du ihn auf einer Unterlage in eine Wasserschale legst, zeigt seine Spitze nach Norden, denn er wird vom Magnetfeld der Erde ausgerichtet. Viel Spaß bei Deinen Entdeckungen!