Die Streichholzrakete?

Silvester ist vorbei, alle Raketen sind verschossen und nur noch ein Päckchen Streichhölzer übrig? Dann bau Dir doch daraus noch ein paar Streichholzraketen, um das neue Jahr würdig zu begrüßen. Streichholzraketen? Ja, Streichholzraketen funktionieren tatsächlich wie Raketen!

 

Du kannst sie im Handumdrehen aus normalen Haushaltsgegenständen bauen. Sie sind harmlos, da sie nur aus einzelnen, normal gebräuchlichen Streichhölzern gebaut werden. Sie enthalten daher nicht genug Zündstoff, um eine Explosion herbeizuführen. Dennoch brauchst Du unbedingt die Erlaubnis Deiner Eltern - am besten lässt Du sie mitmachen.

Du brauchst:

Streichhölzer, Alufolie, Schere, eine Stecknadel, eine Büroklammer.

Arbeite an einem sicheren Ort, weit entfernt von brennbaren Stoffen und halte einen gefüllten Wasserbehälter bereit, um die abgebrannte Rakete darin abzukühlen. Beachte genau die Bauanleitung und die Anweisungen. Viel Spaß!

Die Vorbereitungen

Schneide ein kleines, etwa drei Zentimeter breites und sechs Zentimeter hohes Dreieck aus der Aluminiumfolie aus. Dieses Aluminiumdreieck brauchst Du, um den Zündkopf des Streichholzes einzuwickeln.

Entnehme ein Streichholz aus der Packung. Halte die Stecknadel an das Streichholz, so dass die Stecknadelspitze den Zündkopf berührt. Die Stecknadelspitze darf nicht über den Zündkopf hinausstehen, da sie sonst die Aluminiumfolie durchstechen könnte.

Wickle die Aluminiumfolie um den Zündkopf. Die Folie sollte etwa fünf Millimeter unter dem Zündkopf enden. Achte darauf, dass sich die Stecknadel beim Wickeln nicht verschiebt und wickele die Folie so straff wie möglich.

Wenn die Folie komplett um den Zündkopf gewickelt ist, falte das überstehende Stück Folie über die Stecknadel. Benutze dazu Deinen Fingernagel, um die Folie sorgfältig längs der Stecknadel zu falten. Dadurch entsteht ein fester Kanal, der die Düse für die heißen Antriebsgase bildet. Entferne schließlich die Stecknadel, denn sie war nur das Hilfsmittel, um den Antriebskanal zu formen.

Am Start

Biege eine Büroklammer so zurecht, dass Deine Streichholzrakete in einem günstigen Startwinkel darin locker liegen kann. Sie dient Dir als Startrampe. Richte Deine Rakete so aus, dass sie auf größere Entfernung freie Flugbahn hat! Jetzt bist du bereit für den Countdown.

10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1: Entzünde nun ein Streichholz und halte es direkt unter den mit Aluminium umwickelten Zündkopf. Nach ein paar Sekunden zündet die Streichholzrakete und startet in die Höhe! Sie kann eine beachtliche Flugbahn beschreiben.

Schubkraft steckt dahinter

Der Zündkopf Deiner Streichholzrakete wird so mit Aluminiumfolie umwickelt, dass diese eine kleine, aber wirkungsvolle Düse für die heißen Antriebsgase bildet. Die Streichholz-Rakete zündest Du einfach durch ein brennendes Streichholz, das Du unter den mit Aluminiumfolie umwickelten Kopf der Rakete hältst.

Die beim schnellen Verbrennen des Zündkopfes entstehenden Gase erzeugen eine Sekunde lang einen kräftigen Schub. Dieser Schub schleudert die Streichholzrakete aus der Startrampe hinaus in den "Weltenraum". Und genauso funktioniert es bei den großen Vorbildern: Durch schnelles Verbrennen von Treibstoff wird dort so viel Schubkraft erzeugt, dass die Raketen tatsächlich bis in den Weltraum fliegen!

Text und Bilder: Birgit Bender
VersuchsmaterialDas brauchst Du.
Streichholz, AlufolieUmwickele Streichholz und Nadel mit Alufolie.
Startrampe aus BüroklammerAb in die Startrampe mit der Rakete!
brennendes StreichholzRakete zünden!
abgebrannte RaketenSo sehen die abgebrannten Raketen aus.