Der Schall

Bei jedem Ton oder Geräusch stoßen die Moleküle in der Luft aneinander. Dabei geben sie Energie an Nachbarmoleküle und hörbare Schwingungen, so genannte Schallwellen, können sich fortpflanzen. Probier einfach selbst, wie das funktioniert.

 

Du brauchst:

Murmeln, Reis, Pappe und Klebeband, Plastikbecher, Kordel und Schere.

1. Schwingung sichtbar gemacht

Ordne vier Murmeln in einer Reihe an, so dass sie sich berühren. Schnipse nun eine fünfte Murmel dagegen. Was passiert? Jede Murmel gibt Energie an den Nachbarn weiter, so dass die letzte Murmel, die keinen Nachbarn zum Weiterleiten der Energie hat, durch diese angetrieben wegrollt.

Du kannst aber auch kleine Gegenstände oder Reiskörner sichtbar in Schwingung versetzen. Lege sie einfach auf den Tisch und haue mit der Faust daneben. Durch die Energie Deiner Faust in Schwingung versetzt, fangen die Gegenstände an zu "tanzen".

Du kannst auf verschiedenste Weise Geräusche erzeugen, beispielsweise indem Du auf den Fingern pfeifst. Doch die meisten Laute erzeugst Du, wenn Du sprichst oder singst über Deine Stimmbänder. Sie befinden sich am oberen Ende der Luftröhre. Sobald Luft aus der Lunge über sie strömt, werden sie in Schwingung versetzt. Das kannst Du mit den Fingern spüren, wenn Du Laute erzeugst.

2. Dein Hörrohr

Forme ein Stück Pappe zu einem großen Trichter und klebe ihn mit Klebeband zusammen. Schon ist Dein Hörrohr fertig. Wenn Du es ans Ohr hältst, erscheinen Dir alle Geräusche lauter. Wie das funktioniert? Das Hörrohr fängt an seinem großen offenen Ende Schallwellen auf, die es gebündelt zum kleinen Ende an unser Ohr leiten. Dadurch werden die Schallwellen verstärkt. Umgekehrt kannst Du Dein Hörrohr auch als Megafon benutzen. Wenn Du in die kleine Öffnung hineinsprichst, werden die so erzeugten Schallwellen verstärkt, und Deine Stimme klingt lauter.

3. Das Plastikbecher-Telefon

Nimm zwei Plastikbecher und bohre in den Boden von jedem ein kleines Loch. Fädele von unten je ein Ende von einem Stück Kordel und mach einen Knoten hinein, damit die Kordel befestigt ist. Zum Telefonieren brauchst Du nun einen Freund oder eine Freundin: Nehmt jeder einen Becher und zieht die Kordel straff an. Nun hält einer den Becher ans Ohr und der andere spricht in seinen hinein. Was passiert? Du hörst die Stimme durch das Plastikbecher Telefon, als ob Dir jemand direkt ins Ohr spricht.

Und wie funktioniert das? Die Stimme bringt den einen Joghurtbecher in Schwingung. Diese überträgt sich auf die Kordel und weiter auf den zweiten Becher. Normalerweise breiten sich Schallwellen in alle Richtungen aus, doch hier werden sie gelenkt und Du hörst die weit entfernte Stimme ganz nah. Das Plastikbecher-Telefon kannst Du sogar als Stethoskop verwenden. Lass Deinen Partner seinen Becher mal ans Herz halten. Spanne die Kordel wieder und lausche, ob er Herzklopfen hat.
MurmelnMit einem Murmeltrick kannst Du die Ausbreitung von Schallwellen nachvollziehen. (Bild: Birgit Bender)
HörrohrSo ein Hörrohr ist schnell gefertigt. (Bild: Birgit Bender)
SchnurtelefonRuf Deine Freunde mal auf dem Schnurtelefon an! (Bild: Birgit Bender)