Seifenblasen

Schön schillernde Seifenblasen hast Du sicher schon oft fabriziert. Es gibt sie natürlich fertig zu kaufen, aber Seifenwasser und eine Drahtschlaufe kannst Du auch ganz leicht selbst herstellen. Doch Du kannst mit Zucker auch größere Seifenblasen hinbekommen und die Blasen mit den unterschiedlichsten Hilfsmitteln erzeugen.

 

Du brauchst:

Plastikbecher, Trinkhalme, Pfeifenreiniger, Pappe, Schere und Kleber, Draht und Wolle, Wasser, Seife oder Spüle und Zucker oder Puderzucker.

1. Deine Puste Hilfsmittel

Normalerweise erzeugst Du Seifenblasen durch Plastik- oder Drahtringe. Eine Drahtschlaufe kannst Du Dir ganz einfach zurecht biegen und noch mit Wolle fest umwickeln. Mit einem Trinkhalm kannst Du auch Blasen erzeugen. Nimm einen normalen Halm, einen schräg abgeschnittenen und einen Halm, dessen Ende Du in vier Teile einschneidest, die Du nach außen umbiegen musst. Auch Pfeifenreiniger lassen sich prima formen.

Du kannst aber auch ein kleines Stück dünner Pappe zu einer kleinen Tüte rollen und zusammen kleben. Oder Du bohrst in einen Plastik- oder Pappbecher ein kleines Loch. Bei diesen Hilfsmitteln musst Du immer die größere Öffnung in die Seifenlösung tauchen und durch die kleine Öffnung pusten.

2. Seifenblasen extra groß

Die Hilfsmittel stehen bereit, fehlt nur noch Dein Seifen-Mix. Gebe drei bis vier Esslöffel Spüli oder raspele etwas Seife in einen Becher mit Wasser und rühre um, bis es sich aufgelöst hat. Die Größe und Dauerhaftigkeit Deiner Seifenblasen hängt vom richtigen Mischungsverhältnis ab. Teste also zwischendurch, ob der Mix schon funktioniert.

Rühre noch einen Teelöffel Zucker dazu. Zucker erhöht die Zähflüssigkeit der Seifenlösung. Dadurch kannst Du größere Blasen erzeugen, die außerdem nicht so leicht platzen. Jetzt kannst Du mit all Deinen Hilfsmitteln große schillernde Blasen erzeugen. Viel Spaß dabei!

3. Dahinter steckt Chemie

Für die Entstehung von Seifenblasen benötigt man besondere Stoffe, so genannte Tenside, die in der Seife enthalten sind. Sie sorgen für den Zusammenhalt des Seifenfilms. Tenside sind Stoffe, die aus ganz besonderen Molekülen bestehen: Sie haben einen "wasserfreundlichen" Teil, der Wasser anzieht, und einen "wasserfeindlichen", der es abstößt.

Wenn Du eins deiner Hilfsmittel in Seifenlösung tauchst und wieder herausziehst, passiert folgendes: Du hebst die Oberflächenschicht aus wasserfeindlichen Molekülenden heraus, deren anderes Ende Wasser mag und eine Wasserschicht nachzieht, an deren Unterseite sich wieder wasserfeindliche Molekülenden sammeln. So was nennt der Chemiker eine Doppelmembran: oben Tensidmoleküle, in der Mitte Wasser und unten wieder Tensidmoleküle.

Wenn Du in das Ganze nun Luft hineinpustest, wird diese Doppelmembran so weit aufgeblasen, bis sie vom Pustering abspringt, und fertig ist die Seifenblase. Die Seifenflüssigkeit bildet eine Kugel, weil es genau die Form ist, bei der mit möglichst wenig Flüssigkeit möglichst viel Luft umschlossen wird. Sozusagen ein optimales Verhältnis von Oberfläche und Inhalt.

Und warum platzt sie wieder? Natürlich unterliegen auch Seifenblasen der Schwerkraft. Sie schweben langsam gen Erde. Häufig platzen sie, weil sie an ein Hindernis, beispielsweise Dich, stoßen. Aber auch das Wasser zwischen den Tensidewänden fließt langsam nach unten. Dadurch wird die Wasserschicht am oberen Ende der Seifenblase immer dünner, und zuletzt platzt die Seifenblase auch ohne Hindernis.

Text und Bilder: Birgit Bender
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