Tricks mit Licht und Wasser

Hast Du schon mal Wasser als Lupe verwendet? Oder einen Regenbogen ohne Regen zustande gebracht? Das geht tatsächlich und noch einiges mehr.

 

Um mit Licht und Optik zu experimentieren brauchst Du: Ein rundes Glas, Wasser, Löffel, Strohhalm, Münze, Spielzeugfiguren, durchsichtiger Plastikbecher, Schere, Kleber und Frischhaltefolie sowie eine Taschenlampe und etwas Pappe.

1. Die Form des Wassers

Fülle ein rundes Glas mit Wasser. Nimm eine Spielzeugfigur und führe sie hinter dem Glas entlang. Beobachte woher sie durchs Wasser gesehen kommt, wie sie in der Mitte aussieht und wohin sie verschwindet. Du siehst durch das Wasser den Gegenstand gespiegelt kommen und gehen, und in der Mitte ist er stark vergrößert. Das Wasser im runden Glas funktioniert wie eine Lupe beziehungsweise eine Linse.

Diesen Lupeneffekt kannst Du auch erzielen, wenn Du einige Wassertropfen auf eine Münze träufelst. Durch die so genannte Oberflächenspannung des Wassers bildet sich auf der Münze ein kleiner Wasserberg. Und durch diesen siehst Du die Münze wie durch eine Lupe. Je größer das Geldstück, desto größer der Wasserberg.

Nimm nun einen Plastikbecher und klebe an der Öffnung straff mit Klebeband ein Stück Frischhaltefolie fest. Schneide seitlich in den Becher ein Loch und lege einen kleinen Gegenstand hinein. Nun gib auf die Frischhaltefolie etwas Wasser, bis sich wieder ein "Wasserberg" gebildet hat: Und schon hast Du einen Lupenbecher, durch den Du allerlei Gegenstände durchs Wasser vergrößert ansehen kannst.

2. Tricks mit Licht

Stelle jetzt mal einen Strohhalm oder einen Löffel in Dein rundes Glas mit dem Wasser. An der Wasseroberfläche sieht es aus, als haben Strohhalm und Löffel einen Knick. Das liegt wiederum daran, dass Licht an der Grenze vom Wasser zur Luft gebrochen wird. Und diese optische Täuschung siehst Du als Knick.

Lichtstrahlen werden also abgebogen, wenn sie von einem durchsichtigen Stoff in den anderen gelangen, vom Wasser in die Luft. Mit Deinem Wasserglas und einer Taschenlampe kannst Du das sehr gut beobachten. Leuchte durch das Wasserglas und schau Dir die Lichtstrahlen auf der gegenüber liegenden Seite an. Ihr Brechungswinkel hängt dabei von dem Winkel ab, mit dem Du ins Glas leuchtest.

Licht ist weiß, denkst Du. Damit hast Du auch recht. Licht, zu griechisch "leukos", bedeutet so viel wie weiß und glänzend. Doch das weiße Licht ist aus allen Farben des Regenbogens zusammen gesetzt, was Du ja beobachten kannst, wenn es regnet und gleichzeitig die Sonne scheint.

Du kannst die Regenbogenfarben auch an einem sonnigen Tag ohne Regen sichtbar machen. Nimm Dein gefülltes Wasserglas und klebe dunkle Pappe mit einem ein Zentimeter breitem vertikalen Schlitz daran. Lege einen weißen Papierbogen aufs Fensterbrett, und stelle das Glas darauf. Das durch den Schlitz fallende Sonnenlicht wird nun durch das Wasser in das Spektrum seiner Farben gebrochen. Und Du kannst die Regenbogenfarben des Lichts auf dem weißen Blatt Papier erkennen.

Text und Bilder: Birgit Bender
Regenbogen
Was siehst Du?
Je größer die Münze, desto größer der Waserberg.
So sieht Dein Lupenbecher aus.
Wie werden die Lichtstrahlen gebrochen?