Zähne putzen mit dem richtigen "Werkzeug"

Weiße Zähne, kräftiges Zahnfleisch, frischer Atem - ist bei Dir alles gesund im Mund? Damit das lange so bleibt, musst Du Deine Zähne regelmäßig pflegen. TK-Logo erklärt Dir, mit welchen Hilfsmitteln das am besten gelingt.

 

Bunte ZahnbürstenGroße und bunte Auswahl... © pixelio.de/Paul-G. MeisterWenn Du mit Deinen Eltern in die Drogerie gehst und nach Zahnbürsten suchst, die für Dein Alter empfohlen werden, wirst Du merken: Die Auswahl ist riesig. Zahnbürsten mit Naturborsten solltest Du gleich links liegen lassen. Denn sie quellen schnell auf und Bakterien können sich darauf leicht festsetzen. Besser geeignet sind Zahnbürsten mit Wechselköpfen. Denn die Köpfe kannst Du nach ein paar Wochen auswechseln, ohne gleich die ganze Bürste neu kaufen zu müssen.

Die Borsten sollten nicht zu hart und außerdem vorn abgerundet sein. Sonst schädigen sie die Wangenschleimhaut und das Zahnfleisch. Der Kopf sollte nicht zu groß sein, damit Du auch an Deine Zähne hinten im Mund gut herankommst. Prüfe außerdem den Griff der Zahnbürste: Kannst Du ihn gut in der Hand halten? Ist er lang und dick genug? Diese Fragen solltest Du mit "Ja" beantworten können.

 

Was sind Bakterien?

Bakterien sind die kleinsten Lebewesen auf der Erde. Auf einem Stecknadelkopf hätten etwa eine Billion (1.000.000.000.000!) dieser Winzlinge Platz. Bakterien bestehen nur aus einer Zelle. Allein auf unserer Haut leben rund sechs Milliarden von ihnen. Außerdem tummeln sich die sogenannten Mikroorganismen ("Mikro" heißt "klein", "Organismus" bedeutet "Lebewesen") im Mund, im Magen und im Darm sowie an vielen anderen Stellen des Körpers. Das ist normal und wichtig. Denn Bakterien schützen uns zum Beispiel davor, dass krankmachende Erreger in den Körper eindringen oder sich dort ausbreiten.

 

Wie bei anderen Lebewesen (zum Beispiel Katzen) gibt es auch bei den Bakterien viele verschiedene Arten. Einige davon sind für uns Menschen sehr nützlich, manche sogar lebenswichtig. Auf manche Arten könnten wir allerdings gut und gern verzichten. Diese Bakterien verursachen zum Beispiel Karies, andere lösen gefährliche Erkrankungen aus. Schwere bakterielle Erkrankungen müssen mit speziellen Medikamenten behandelt werden, den sogenannten Antibiotika.

 

 

Elektrisch oder per Hand?

Vielleicht magst Du es, wenn es im Mund rüttelt. Dann zählst Du zu den Kindern, die elektrische Zahnbürsten lieben. Wissenschaftler versuchen seit Jahren herauszufinden, ob die elektrischen Bürsten besser sind als handbetriebene. Bisher sind die Experten zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen. Also, benutze einfach die Zahnbürste, mit der Du am besten zurechtkommst.

 

Frisch aus der Tube

Zahnbürste mit blauer ZahnpastaWenn die Borsten Deiner Zahnbürste so zur Seite abstehen, solltest Du sie auswechseln. © aboutpixel.de/AstraiosMal kommt Zahncreme in erfrischendem Blau, mal rot-weiß gestreift oder grün aus der Tube. Mal schmeckt sie nach Erdbeere, mal nach Pfefferminze. Suche die Zahncreme nach Deinem Geschmack aus und achte darauf, dass sie ausreichend Flouride enthält. Flouride sind Mineralsalze, die Deine Zähne härten und sie weniger anfällig für Karies machen. Bis zum sechsten Lebensjahr empfehlen Experten Zahncreme mit wenig Flourid. Danach sollten Kinder eine flouridierte Zahncreme für Erwachsene benutzen.

Pflege mit dem seidenen Faden

Zugegeben, ganz einfach ist es nicht, mit Zahnseide umzugehen. Sicher musst Du etwas üben, um mit dem dünnen Faden die Zahnzwischenräume zu reinigen. Doch gib nicht auf: Irgendwann hast Du es raus. Frage Deine Eltern, ob sie Dir helfen und gehe zu Deinem Kinderzahnarzt: Er zeigt Dir noch ein paar besondere Tricks. Kinder sollten Zahnseide erst benutzen, wenn alle bleibenden Zähne - so werden die Zähne genannt, die die Milchzähne ersetzen - durchgebrochen sind. Das heißt, etwa im Alter von zehn Jahren.

 

Wie wäre es mit einem Zungenreiniger?

Weißt Du, was in Deinem Mund los ist? Millionen von Bakterien hausen dort - viele auf dem sogenannten Zungenrücken. Das ist der Teil der Zunge, den Du im Spiegel sehen kannst, wenn Du Deine Zunge ganz weit herausstreckst. Mit einer Zungenbürste kannst Du die stillen Mitbewohner aus Deinem Mund entfernen. Vielleicht leidest Du ja auch unter Mundgeruch? Dann kann der Zungenreiniger auch helfen.

 

Zähne putzen - aber richtig!

Nun hast Du alle Hilfsmittel zusammen, aber kennst Du auch die richtige Technik?

  • Zuerst nimmst Du Dir die Kauflächen der Zähne vor. Putze sie gründlich von hinten nach vorn und denke dabei vor allem an die hinteren Backenzähne. Sie werden oft vergessen!
  • Danach kommen die Außenflächen aller Zähne dran. Beiße auf die Zähne, schiebe die Bürste zum letzten Backenzahn in die Wange und arbeite Dich kreisend über Zahnfleisch und Zähne nach vorn. Putze also immer von rot nach weiß.
  • Zum Schluss putzt Du die Innenflächen Deiner Zähne: Setze dafür die Zahnbürste im Ober- und Unterkiefer innen auf den Zahnfleischrand und wische die Flächen sanft vom Zahnfleisch zum Zahn hin aus.