Innovationsreport

Um die Qualität der Arzneimittelversorgung – insbesondere mit innovativen Produkten – zu verbessern, unterstützt die TK ein Forschungsvorhaben der Universität Bremen unter Leitung von Prof. Dr. Gerd Glaeske, Arzneimittelexperte am Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik. In der Studie geht es um die Bewertung und den Einsatz neuer Arzneimittel. Die Ergebnisse der Studie werden jährlich im "Innovationsreport" veröffentlicht.

Ziel der Innovationsreporte ist es, mehr Transparenz in den Arzneimittelmarkt zu bringen und Ärztinnen und Ärzten eine bessere Orientierung für die Anwendung neuer Arzneimittel zu geben.

 

In den Reporten werden die Arzneimittel nach den folgenden drei Kategorien bewertet:

  • verfügbare Therapiealternativen

  • nachgewiesener Zusatznutzen

  • Vergleich der Kosten zu bereits verfügbaren Therapien

Die Ergebnisse werden je Wirkstoff anhand eines übersichtlichen Ampelschemas dargestellt. In die Gesamtbewertung des Arzneimittels fließt der nachgewiesene Zusatznutzen dabei mit einer höheren Wertigkeit ein, um den Schwerpunkt auf die Versorgungsqualität zu legen.

 

Zusätzlich wird anhand von TK-Routinedaten analysiert, in welchem Umfang die bewerteten Arzneimittel Eingang in den Versorgungsalltag finden.  

 

Der Innovationsreport wurde bisher sechsmal veröffentlicht. Neben den Kapiteln zu den oben dargestellten Arzneimittel-Analysen enthält jeder Report ein Sonderkapitel, das weitere Themen der Pharmakotherapie intensiver aufgreift.

 

Der Innovationsreport ist jeweils in zwei Fassungen erhältlich:

  • Langfassung für Wissenschaft und Gesundheitspolitik: enthält zusätzliche Versorgungsanalysen und detaillierte Hintergrundinformationen zu den Arzneimitteln
  • Kurzfassung für den praktischen Gebrauch im handlichen Taschenbuchformat: enthält die strukturierte Übersicht der Bewertung der neuen Arzneimittel.

Hinweis:

Niedergelassene Ärzte, die bereits den TK-Arzneimittelreport abonniert haben, erhalten die Kurzfassung der Innovationsreporte als besonderen Service der TK automatisch.

 

Innovationsreport 2018

Der im Oktober 2018 veröffentlichte Innovationsreport 2018 analysiert die neuen Arzneimittel des Jahres 2015. Im Sonderkapitel widmet sich der diesjährige Report der Behandlung von Alzheimer-Demenz - eine Diagnose, die Betroffene und Angehörige vor große Herausforderungen stellt. Die Autorinnen und Autoren gehen der Frage nach, mit welchen Medikamenten die Betroffenen einer Demenz versorgt werden und wie es um die Zukunft der Arzneimitteltherapie für diese Erkrankung bestellt ist.

 

Innovationsreport 2017

Der im September 2017 veröffentlichte Innovationsreport 2017 analysiert die neuen Arzneimittel des Jahres 2014. In dem Sonderkapitel "Biosimilars in der Onkologie" wird dieses Jahr der Einsatz von Biosimilars thematisiert. Aus klinischer Sicht stellen Biosimilars eine gute Alternative zu den nicht mehr patentgeschützten, aber weiterhin kostenintensiven Referenzarzneimitteln dar. Denn die Markteinführung von Biosimilars in Europa basiert auf wissenschaftlich fundierten und streng kontrollierten Zulassungsverfahren.

 

Innovationsreport 2016

Der im September 2016 veröffentlichte Innovationsreport 2016 analysiert die neuen Arzneimittel des Jahres 2013. In den zwei Sonderkapiteln "Lipidsenker" und "Fünf Jahre AMNOG" wird dieses Jahr einerseits der Frage nachgegangen: "Behandlung von Blutfettwerten oder Patientenrisiken?". Zum anderen werden fünf Jahre nach Einführung des AMNOG die Entwicklung des AMNOG in der Vergangenheit und wünschenswerte Weiterentwicklungen für die Zukunft aufgezeigt.

Innovationsreport 2015

Der im September 2015 veröffentlichte Innovationsreport 2015, der die neuen Arzneimittel des Jahres 2012 analysiert, setzt sich ausführlicher mit der Pharmakotherapie in den Therapiegebieten Multiple Sklerose, Onkologie und Hormontherapie in und nach den Wechseljahren auseinander. Zu allen drei Therapiegebieten wurden in den letzten Jahren neue Arzneimittel zugelassen, die hier eine besondere Berücksichtigung finden.

Innovationsreport 2014

Der Innovationsreport 2014 berücksichtigt zu den neuen Arzneimitteln des Jahres 2011 auch bereits einige Arzneimittel des Bestandsmarkts, die in der Versorgung trotz Me-too-Status, sehr verbreitet sind. Außerdem setzt sich ein Kapitel detailliert mit den Potenzialen und Grenzen der Stratifizierenden Medizin auseinander.

Bestandsmarktreport 2014

Um nicht nur die neu in den Markt kommenden Arzneimittel einer systematischen Analyse zu unterziehen, werden 2014 im Bestandsmarktreport auch Arzneimittel betrachtet, für die noch Patentschutz besteht, die aber nicht unter die frühe Nutzenbewertung fallen, da sie vor 2011 in den Markt eingeführt wurden. Zusätzlich werden anhand der Verordnungen der TK die Marktzugangswege einiger Arzneimittelgruppen untersucht.

Innovationsreport 2013

Im Innovationsreport 2013 wird, neben der Bewertung der neuen Arzneimittel des Jahres 2010, die Arzneimittelversorgung von Patienten mit Vorhofflimmern, chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen und Schmerzen unter der Berücksichtigung neuer Arzneimittel gesondert analysiert.