TK-ViA

Die TK-Versicherteninformation Arzneimittel (TK-ViA) bietet TK Versicherten eine Aufstellung aller verordneter Arzneimittel der vergangenen zwei Jahre.

Mehr Transparenz sorgt für ein besseres Therapieverständnis und damit für eine bessere Compliance. Deshalb bietet die TK mit der TK-Versicherteninformation (TK-ViA) bereits seit einigen Jahren einen besonderen Service zur Patientenaufklärung an: Unsere Versicherten erhalten auf Anfrage eine Übersicht über alle in der Apotheke eingelösten Verordnungen der vergangenen zwei Jahre, angereichert mit zusätzlichen Informationen wie zum Beispiel Notdienstgebühren.

 

Da Patienten oft mehrere Medikamente von verschiedenen Medizinern verschrieben bekommen, erstellen wir die TK-ViA arztübergreifend. So können Doppelverordnungen oder potenzielle Interaktionen erkannt werden. Für Ärzte gilt: Legt Ihnen Ihr Patient die TK-ViA vor, können Sie sehen, ob und welche Arzneimittel von Ihnen und anderen Kollegen verordnet wurden.

 

Auf Wunsch können Frauen im gebärfähigen Alter die TK-ViA mit zusätzlichen Informationen zu potenziell bedenklichen Arzneimitteln in der Schwangerschaft und Stillzeit bestellen. Bislang wurden dazu über 1.500 Medikamente klassifiziert. Sollte eines der Arzneimittel auf der TK-ViA unter diese Auswahl fallen, erhalten die betroffenen Versicherten Informationen zu den Wirkstoffen.

 

Die Grundlage dafür bietet unsere Kooperation mit dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum (PVZ) für Embryonaltoxikologie an der Charité in Berlin. Als öffentlich gefördertes und unabhängiges Institut liefert das PVZ Embryonaltoxikologie bereits seit über 20 Jahren Ärztinnen und Ärzten Informationen zur Verträglichkeit der wichtigsten Medikamente und zur Behandlung häufig vorkommender Krankheiten bei Müttern und werdenden Müttern.


Die PRISCUS-Liste ist ein vom Bund gefördertes Projekt zum Thema "Gesund im Alter". In dieser Liste sind Wirkstoffe von einer Expertengruppe zusammengestellt worden, die ab dem Alter von 65 Jahren besonders sorgfältig geprüft werden sollen. Die TK hat nach deren Veröffentlichung die darin enthaltenen aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse in die TK-ViA aufgenommen. Beziehen unsere Versicherten im Alter von über 65 Jahren Arzneimittel mit dort aufgeführten Wirkstoffen, erhalten sie nun einen entsprechenden Hinweis. Unser Ziel ist es hierbei, umfangreich aufzuklären, jedoch nicht zu verunsichern.

 

TK-Versicherte können ihre TK-ViA online anfordern. Aus Datenschutzgründen wird die TK-ViA den Versicherten per Post zugestellt.

 

Therapiehoheit des Arztes unangetastet

Wir raten unseren Versicherten, keinesfalls eigenverantwortlich die Medikation abzusetzen, sondern sich bei Unsicherheiten an den behandelnden Arzt zu wenden. Nur dieser kann beurteilen, welche Therapie im Einzelfall angemessen ist und ob eine Umstellung angezeigt ist. Die TK-ViA kann den Arzt unterstützen, eine Überprüfung der aktuellen Medikation vorzunehmen.

 

Die Gesundheit unserer Versicherten liegt uns am Herzen. Deshalb möchten wir zusammen mit den unsere Versicherten behandelnden Ärzten einen Beitrag dazu leisten, dass TK-Versicherte einen optimalen Therapieerfolg erzielen können. Ergänzend bieten wir einen Informationsservice an, der es unseren Versicherten ermöglicht, über teilnehmende Apotheken und das TK-ÄrzteZentrum weiteren Rat einzuholen.

 

Serviceangebot

Unsere TK-Arztberatung zum Thema TK-ViA erreichen Sie montags bis freitags, von 8 bis 22 Uhr, unter der Rufnummer Telefonnummer:0800 - 285 85 87 22 (gebührenfrei innerhalb Deutschlands).

Ihre medizinischen und pharmakologischen Fragen beantwortet unser TK-ÄrzteZentrum unter 040 - 46 06 61 91 00.

 

Hier können Sie eine exemplarische Arzneimittelauskunft ansehen (PDF, 664 KB, nicht barrierefrei).