Detaillierte Informationen zu den neuen TK-Rabattverträgen

Die TK hat zum 1. November 2018 neue Rabattverträge nach § 130a Abs. 8 SGB V mit jeweils bis zu drei Herstellern geschlossen.

Insgesamt wurden Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen (im folgenden Wirkstoffe) in 37 Fachlosen bezuschlagt.

 

Im Wesentlichen handelt es sich um die Wiederausschreibung von Generika 18. Zusätzlich haben wir acht neue Wirkstoffe bzw. Wirkstoffkombinationen in acht Fachlosen aufgenommen: Emtricitabin+Tenofovirdisoproxil, Entecavir, Etoricoxib, Olmesartanmedoxomil, Olmesartanmedoxomil+Hydrochlorothiazid, Tenofovirdisoproxil, Tramadol+Paracetamol. Zu diesen existieren bereits Rabattverträge im Rahmen von Open-House-Verfahren der TK. Einzig die Wirkstoffkombination Ipratropiumbromid+Salbutamol wurde neu in die Ausschreibung aufgenommen.

 

Welche neuen Generika-Rabattverträge hat die TK ab dem 1. November 2018?

Welche Auswirkungen hat die Substitutionsausschlussliste auf die Rabattverträge?

Bei in Teil B der Anlage VII der Arzneimittelrichtlinie aufgeführten Wirkstoffen darf nur das Medikament abgegeben werden, welches durch den Arzt verordnet wurde. Auch bei pharmazeutischen Bedenken, Lieferunfähigkeiten oder im Notdienst kann die Apotheke das Medikament nicht mehr austauschen.

 

Wirkstoffverordnungen ohne eindeutige Produktbezeichnung und/oder Herstellernennung gelten als unklare Verordnung. Bei diesen ist Rücksprache mit dem Arzt hinsichtlich des abzugebenden Arzneimittels zu halten, die auf dem Rezept dokumentiert wird.

 

Welche Arzneimittel sind bei der TK Rabattarzneimittel?

Bitte beachten Sie, dass die TK neben den exklusiven Verträgen zu Generika auch nicht exklusive Verträge übergangsweise nach Patentablauf und für Patentgeschützte-Präparate abgeschlossen hat. Mehr Details können Sie der folgenden Komplettübersicht der Arzneimittel-Rabattverträge entnehmen.

Was mache ich, wenn das Rabattarzneimittel nicht lieferbar ist?

Geben Sie eines der drei preisgünstigsten oder das namentlich verordnete Arzneimittel ab.

 

Wenn ein Rabattarzneimittel aufgrund einer Lieferunfähigkeit nicht abgegeben werden kann, müssen Sie die hierfür vorgesehene Sonder-PZN (2567024) auf das Rezept drucken und den Nachweis dazu vorhalten.

 

Das Arzneimittel ist in der Apotheke nicht vorrätig. Wie gehe ich vor?

Versuchen Sie zuerst, das Arzneimittel zeitnah zu bestellen. Ist eine Wartezeit therapeutisch nicht vertretbar, können Sie ein Präparat von einem anderen Hersteller abgeben.

 

Wenn das Rabattarzneimittel nicht abgegeben werden kann, müssen Sie die Sonder-PZN (2567024) auf das Rezept drucken und den Grund schriftlich auf der Verordnung vermerken.

 

Müssen Apotheken im Notdienst Arzneimittel der Rabattvertragspartner abgeben?

Ja, Ausnahme: Das Rabattarzneimittel ist nicht verfügbar, aber das Arzneimittel wird dringend benötigt. Dann kann ein Präparat eines anderen Herstellers abgegeben werden. In diesen Fällen muss das Rezept mit der Sonder-PZN (2567024) bedruckt und der Grund der Nicht-Abgabe handschriftlich auf der Verordnung notiert werden.

 

 

Sie haben weitere Fragen?

Dann rufen Sie unsere Experten unter der in Deutschland gebührenfreien Servicenummer gern an:

 

Tel. 040 - 46 06-62 01 50 (Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Freitag von 8 bis 16 Uhr)

 

Die Hotline von Ärzten für Apotheker im TK-ÄrzteZentrum erreichen Sie unter:

 

Tel. Telefonnummer:040 - 46 06 61 91 00