Was sind Rauchgasvergiftungen?

Das Einatmen giftiger Gase, die zum Beispiel bei einem Brand, entstehen, kann schwerste bis lebensbedrohliche körperliche Schäden verursachen. Auch schlecht ziehende Öfen oder Auspuffgase können eine Rauchvergiftung auslösen.

 

Bei Verbrennungen könnten Reiz- und Giftgase entstehen, die Verätzungen der Atemwege und Vergiftungen verursachen. Rauchgase können unterschiedlich zusammengesetzt sein, abhängig von der Art der brennende Stoffe und den Temperaturen.

 

Große Gefahr entsteht bei der Einatmung von Auspuffgasen in geschlossenen Räumen: Es enthält Kohlenmonoxid (CO), das sich 200- bis 300-mal stärker als Sauerstoff an die roten Blutkörperchen bindet, sodass diese keinen Sauerstoff mehr transportieren können: Der Mensch droht innerlich zu ersticken!

  

Was sind die Symptome und Gefahren bei einer Rauchvergiftung?

 

  • Typisches Zeichen einer Vergiftung durch Gase ist eine starke Atemnot, gelegentlich mit Hustenreiz, bis hin zum Atemstillstand.
  • Schwindel, Kopfschmerzen, Krampfanfälle und Benommenheit können auftreten.
  • Es kann zu Schweißausbrüchen, Unruhe, Herzrasen und Atemnot kommen.
  • Die Betroffenen werden schließlich oft bewusstlos.
  • Bei einer Vergiftung mit Kohlenmonoxid ist die Gesichtsfarbe trotz des Sauerstoffmangels rosig!
  • Durch die Reizung und Schädigung der Schleimhäute der Atemwege kann im weiteren Verlauf ein lebensgefährliches Lungenödem (Wasseransammlung in der Lunge) entstehen.
  • Manche Gase verursachen ein Brennen und Schmerzen in den Atemwegen oder asthmaähnliche Beschwerden.
  • Je nach Schwere der Vergiftung kann es zum Atem- und Kreislaufstillstand kommen!

 

Wie kann man bei einer Rauchgasvergiftung Erste Hilfe leisten?

 

  • Rufen Sie sofort den Rettungsdienst! Wählen Sie den Notruf 112!
  • Achten Sie unbedingt auf Ihre eigene Sicherheit, indem Sie vorübergehend die Luft anhalten! Unter Umständen sollten Sie die Rettung des Vergifteten dem Fachpersonal überlassen, das über entsprechende Geräte wie Atemschutzmasken und Beatmungsgeräte verfügt!
  • Wenn möglich: Bringen Sie den Betroffenen an die frische Luft und öffnen Sie Fenster und Türen!
  • Kontrollieren Sie die Atmung und das Bewusstsein des Patienten! Führen Sie gegebenenfalls die lebensrettenden Maßnahmen (Herz-Lungen-Wiederbelebung, Atemspende) durch.
  • Bei Atemstillstand von Personen, die sich mit Kontaktgiften (zum Beispiel Insekten- oder Pflanzenschutzmitteln) vergiftet haben, ist aber Vorsicht geboten: Die Beatmung darf nur mit einem Beatmungsgerät durchgeführt werden. Machen Sie keine Mund-zu-Mund- beziehungsweise Mund-zu-Nase-Beatmung, Sie könnten sich dabei selbst vergiften!
  • Sprechen Sie den Betroffenen an: Ist er bei Bewusstsein? Wenn er bewusstlos ist, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage! Achten Sie darauf, dass er nicht an seinem Erbrochenen erstickt!
  • Wenn der Betroffene bei Bewusstsein ist, reden Sie beruhigend auf ihn ein und bleiben Sie auf jeden Fall bei ihm, bis der Notarzt eintrifft!
  • Klagt der Vergiftete über Atemnot, lagern Sie ihn mit erhöhtem Oberkörper!