TK-Beitragssätze 2017

Auch 2017 bleibt der Zusatzbeitragssatz der TK stabil bei 1,0 Prozent. Das hat der TK-Verwaltungsrat am 21. Dezember 2016 beschlossen. Damit liegt die TK wie bereits 2015 und 2016 unter dem gesetzlichen durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz von 1,1 Prozent.

 

Im Jahr 2017 beträgt der TK-Beitragssatz zur Krankenversicherung 15,6 Prozent. Er setzt sich aus dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem kassenindividuellen Zusatzbeitragssatz von 1,0 Prozent zusammen.

Bei Arbeitnehmern übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes - das sind 7,3 Prozent. Den Zusatzbeitrag zahlt das Mitglied allein.

 

TK-Zusatzbeitragssatz bleibt unterdurchschnittlich

So setzt sich der TK-Beitragssatz zusammenDer Zusatzbeitragssatz der TK bleibt mit 1,0 Prozent weiterhin unter dem durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz von 1,1 Prozent. 

TK-Beitragssätze 2017 im Überblick
TK-BeitragssätzeBeitragssatzArbeitgeberanteil
Krankenversicherung15,6 %7,3 %
Allgemeiner Beitragssatz14,6 % 7,3 %
TK-Zusatzbeitragssatz1,0 %0 %
Ermäßigter Beitragssatz* 14,0 % 7,0 %
Pflegeversicherung 2,55 % 1,275 % **
Beitragszuschlag für Kinderlose ab 23 Jahren0,25 % 0 %

* gilt zum Beispiel für Selbstständige, die ohne Anspruch auf Krankengeld versichert sind

** in Sachsen: 0,775 %

 

Feste Beiträge für Studierende

Für selbst versicherte Studierende hat der Gesetzgeber feste und niedrigere Beiträge für die Kranken- und die Pflegeversicherung festgelegt. Sie betragen im Jahr 2017 inklusive TK-Zusatzbeitrag monatlich 72,82. Euro für die Krankenversicherung und 18,17 Euro für die Pflegeversicherung. Pflichtversicherte Studierende, die noch nicht 23 Jahre alt sind oder schon ein Kind haben, zahlen für die Pflegeversicherung nur monatlich 16,55 Euro.

 

Fragen und Antworten zum Zusatzbeitrag

Wie setzt sich der Beitragssatz in der Krankenversicherung zusammen?

Seit dem 1. Januar 2015 setzt sich der Beitragssatz zur Krankenversicherung aus dem kassenübergreifend geltenden allgemeinen oder ermäßigten Beitragssatz und einem Zusatzbeitragssatz zusammen.


Der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung gilt zum Beispiel für Arbeitnehmer und Selbstständige, die Anspruch auf Krankengeld haben. Auch Rentner und Pensionäre zahlen auf ihre Renten und Pensionen - inklusive sogenannter Versorgungsbezüge wie Betriebsrenten - den allgemeinen Beitragssatz.


Den ermäßigten Beitragssatz zahlen Mitglieder, die im Berufsleben stehen, aber keinen Anspruch auf Krankengeld haben - zum Beispiel Selbstständige, die eine Krankenversicherung ohne Anspruch auf Krankengeld gewählt haben. Auch freiwillig versicherte Rentner, die Einkünfte aus Kapitalvermögen oder Vermietung und Verpachtung haben, zahlen für diese Einnahmen den ermäßigten Beitragssatz.

Was ist der Zusatzbeitragssatz?

Der Zusatzbeitragssatz wird von jeder Kasse selbst festgelegt. Er ergänzt den kassenübergreifend geltenden allgemeinen oder ermäßigten Beitragssatz. Bei der TK beträgt der Zusatzbeitragssatz 1,0 Prozent.

 

Für einige Personengruppen gilt der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz von derzeit 1,1 Prozent. Mehr dazu im Abschnitt "Für wen gilt der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz?".

Was ist der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz?

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz ist eine rechnerische Größe. Ein Expertengremium schätzt dafür jedes Jahr bis zum 15. Oktober die Höhe der voraussichtlichen Ausgaben der Krankenkassen und die Einnahmen des Gesundheitsfonds für das folgende Kalenderjahr. Auf dieser Grundlage legt das Bundesministerium für Gesundheit den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz fest. Er wird jeweils bis zum 1. November bekannt gegeben und gilt für das komplette folgende Kalenderjahr.

Für wen gilt der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz?

Die meisten Mitglieder tragen ihre Beiträge ganz oder teilweise selbst. Für sie gilt der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz.

 

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz dagegen ist vor allem für Personen gültig, deren Beiträge - inklusive des Zusatzbeitrags - von Dritten getragen und bezahlt werden, etwa von der Agentur für Arbeit oder von einem Rehabilitationsträger. Die Träger überweisen die Beiträge direkt an die Krankenversicherung.

 

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz gilt für

  • versicherungspflichtige Empfänger von Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
  • Jugendliche in einer sogenannten Einstiegsqualifizierung und Auszubildende, die monatlich nicht mehr als 325,00 Euro Arbeitsentgelt erhalten
  • Auszubildende, die ihre Ausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung absolvieren, etwa in Jugend- und Bildungswerken der Arbeiterwohlfahrt
  • Teilnehmer an einem gesetzlich geregelten freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr oder am Bundesfreiwilligendienst
  • Versicherte, deren Mitgliedschaft während des Wehrdienstes oder während einer Eignungsübung für angehende Zeitsoldaten erhalten bleibt
  • Jugendliche, die sich in berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen in einer Einrichtung der Jugendhilfe auf einen besseren Einstieg in das Berufsleben vorbereiten
  • Versicherte, die wegen eines Unfalls oder einer Erkrankung Verletztengeld, Versorgungskrankengeld, Übergangsgeld oder ähnliche Entgeltersatzleistungen von der Unfallversicherung, einem Rehabilitationsträger oder aus der Kriegsopferversorgung erhalten
  • Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Darunter versteht man Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation für Menschen, die nach Krankheit oder Unfall wieder ins Berufsleben zurückkehren oder Arbeitslosigkeit vermeiden wollen.
  • Behinderte Menschen in anerkannten Werkstätten, Anstalten und Einrichtungen, die für ihre Arbeit monatlich nicht mehr als 595 Euro Entgelt erhalten

Haben Versicherte aus den genannten Personengruppen weitere beitragspflichtige Einnahmen, zum Beispiel Renten oder Versorgungsbezüge, gilt für diese Einnahmen der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz.

Beteiligt sich der Arbeitgeber am Zusatzbeitrag?

Nein, das Mitglied zahlt den Zusatzbeitrag allein.

Wie wird der Zusatzbeitrag gezahlt?

Die Beiträge werden weiterhin über den gewohnten Weg gezahlt. Das bedeutet: Wenn der Krankenversicherungsbeitrag vom Arbeitgeber, vom Rentenversicherungsträger oder von der Agentur für Arbeit überwiesen wird oder wenn das Mitglied seinen Beitrag direkt an die TK zahlt, gilt dies auch für den Zusatzbeitrag.

Wann ist der Zusatzbeitrag fällig?

Der Zusatzbeitrag ist Bestandteil des Krankenversicherungsbeitrags. Er ist zusammen mit den übrigen Krankenversicherungsbeiträgen fällig.

 

Sie zahlen Ihren Beitrag selbst an die TK? Hier finden Sie mehr Informationen.

Welche Besonderheiten gelten bei Empfänger von Renten und Versorgungsbezügen?

Für versicherungspflichtige Rentner und Bezieher von Versorgungsbezügen, zum Beispiel Betriebsrenten, bei denen der Rentenversicherungsträger oder die Zahlstelle des Versorgungsbezugs die Beiträge einbehält und an die TK abführt, wirkt sich die Erhöhung des Zusatzbeitragssatzes erst mit einer zweimonatigen Verzögerung aus.


Hintergrund für die spätere Änderung ist, dass den Rentenversicherungsträgern und den Zahlstellen von Versorgungsbezügen zur Systemumstellung eine Übergangsfrist von zwei Monaten eingeräumt wird.

Kann der Zusatzbeitrag steuerlich abgesetzt werden?

Ja. In der Einkommenssteuererklärung werden alle Beiträge für eine Basiskrankenversicherung angesetzt. Hierzu gehört auch ein von der gesetzlichen Krankenkasse erhobener Zusatzbeitrag.