Gesundheitsreport 8

Broschüre, 200 Seiten

 

TK-Gesundheitsreport 2009: Krankschreibungen nehmen wieder zu

 

Die krankheitsbedingten Fehlzeiten sind im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. 2008 lag der Krankenstand unter den 2,8 Millionen bei der TK versicherten Beschäftigten bei 3,08 Prozent. Die Beschäftigten waren im vergangenen Jahr durchschnittlich elf Tage krankgeschrieben. Dies bedeutet einen Anstieg der Fehlzeiten von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein merklicher Anstieg des Verordnungsvolumens ist bei Arzneimitteln zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu beobachten, die vorrangig Medikamente mit blutdrucksenkender Wirkung umfassen. Im Vergleich zum Jahr 2004 hat das Verordnungsvolumen dieser Arzneimittelgruppe bis 2008 um 35 Prozent zugenommen.

 

Schwerpunkt Zeitarbeiter

Der Schwerpunkt des diesjährigen Gesundheitsreports befasst sich mit der Gesundheit von Zeitarbeitern. Beschäftigte in Zeitarbeit sind mit durchschnittlich 14,7 Fehltagen im Jahr 2008 vier Tage länger krankgeschrieben als Beschäftigte in anderen Branchen vor allem wegen Muskel-, Skelett-, und Atemwegserkrankungen und psychischer Beschwerden. Der Krankenstand in der Zeitarbeitsbranche ist mit 4 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt. Eine Befragung der TK unter Zeitarbeitern zu ihrer Gesundheit zeigt, dass diese vor allem eine hohe Arbeitsplatzunsicherheit, ihre Einkommenssituation, die Diskrepanz zwischen ihrer Qualifikation und der ausgeübten Tätigkeit sowie die fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten als Belastung empfinden. Andere Arbeitsbereiche bewerten Zeitarbeiter dagegen positiver als andere Beschäftigte. Dazu gehören die Themen Arbeitsdruck, Wertschätzung durch den Vorgesetzten sowie Informationsfluss.

 

Der Gesundheitsreport wertet die Routinedaten zu Arbeitsunfähigkeiten und Arzneimittelverordnungen aus. Zusätzlich werden die Ergebnisse einer Befragung von Beschäftigten der Zeitarbeitsbranche vorgestellt.

 

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