Ein Leben ohne Stottern: Erstmals per Online-Therapie

Online-Therapie-Konzept der TK, basierend auf den Therapiegrundsätzen der Kasseler Stottertherapie.

Bruce Willis kennt ihn, Julia Roberts und Rowan Atkinson alias "Mr. Bean": den inneren Kampf gegen den Buchstaben, der das Sprechen blockiert. Sie alle stotterten. Fünf von hundert Kindern sind davon betroffen, meist bis zur Pubertät. Aber auch einer von hundert Erwachsenen stottert. Erstmals können Betroffene der Sprachblockade jetzt mit einer reinen Online-Therapie zu Leibe rücken. Das Programm hat die Techniker Krankenkasse (TK) gemeinsam mit dem Institut der Kasseler Stottertherapie entwickelt.

 

Und so funktioniert's: Über ein Jahr lang treffen sich die Betroffenen mit ihrem Therapeuten über die Plattform Freach in einer virtuellen Sprechstunde - mal allein, meist gemeinsam mit drei anderen Stotterpatienten. Zu Beginn trainieren sie täglich drei bis sechs Stunden. Nach und nach reduziert sich der Zeitaufwand auf ein bis drei Stunden pro Woche. Ein computergestütztes Programm hilft zudem beim Üben außerhalb der Therapiestunden:

 

Teletherapie Stottern
Interview mit Dr. Alexander Wolff von Gudenberg, Gründer und ärztlicher Leiter des Instituts der Kasseler Stottertherapie.