Künstliche Intelligenz - eine Chance für das Gesundheitswesen

Um den Begriff "Künstliche Intelligenz" ranken sich viele Mythen. Dabei ist diese technische Entwicklung im Zeitalter der Digitalisierung nicht mehr aufzuhalten. Auch für das Gesundheitswesen bietet Künstliche Intelligenz viele Chancen und Möglichkeiten.

 

Unter Künstlicher Intelligenz (KI) oder der englischen Bezeichnung Artificial Intelligence (AI) versteht man digitale Systeme, die selbstständig lernen, ableiten und entscheiden. Damit können sie Aufgaben übernehmen, die eigentlich menschliche Intelligenz erfordern. Ziel ist, dass die KI Aufgaben schneller und gegebenenfalls zuverlässiger löst. Dabei findet KI-Technologie selbstständig Lösungen - diese werden nicht durch eine Programmierung vorgegeben.

 

KI als Chance

Experten sind sich einig, dass Künstliche Intelligenz unser Leben zukünftig bedeutend verändern wird. Sie kommt in vielen Gebieten zum Einsatz - beispielsweise bei selbstfahrenden Autos, in Form von Chat-Bots oder im Gesundheitswesen. So kann KI zum Beispiel dabei helfen, Krankheitssymptome zu bewerten, indem sie zuvor mit vielen Beispielen trainiert wurde.

 

Man unterscheidet zwischen Maschinellem Lernen und dem sogenannten Deep Learning (tiefgehendem Lernen). Beim Maschinellen Lernen lernt das Programm, Lösungen aufgrund von gelernten Mustern und Regeln zu entwickeln. Deep Learning geht noch weiter. Mithilfe künstlicher Neuronen soll das menschliche Gehirn nachgeahmt werden, um noch komplexere Aufgaben zu lösen. Der Übergang zwischen Maschinellem Lernen und Deep Learning kann in der Praxis jedoch fließend sein.

 

Würden Sie KI nutzen - eine Straßenumfrage

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Doch was ist eigentlich Künstliche Intelligenz? Und wie kann sie die Medizin voranbringen? Wir haben uns dazu in den Fußgängerzonen umgehört.

 

Video jetzt herunterladen

 

Kooperation statt Konkurrenz

Künstliche Intelligenz soll und kann keinen Arzt ersetzen. Das wird schon daran deutlich, dass zum Beispiel beim Symptomcheck des Berliner Unternehmens "Ada Health" Ärzte den Algorithmus trainieren und ihm die Krankheitsbilder beibringen. Schon von Beginn an wird also menschliche Intelligenz benötigt. Auch künftig soll die App Ärzte unterstützen, um schneller eine Diagnose und Versorgung zu ermöglichen - ihnen also quasi zuarbeiten. Es geht um Kooperation zwischen Mensch und Maschine, nicht um Konkurrenz.

 

Dr. Jens Baas

Dr. Jens Baas, TK-Vorstandsvorsitzender "Wenn wir nicht von der Entwicklung überrollt werden wollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, mit unserer natürlichen Intelligenz wichtige Weichenstellungen vorzunehmen."

 

 

Vorsitzender des Vorstands der Techniker Krankenkasse

 

Einige Studien haben Risiken von Künstlicher Intelligenz in Verbindung mit medizinischen Daten aufgezeigt. So kann es beispielsweise passieren, dass die KI aufgrund der eingespeisten Daten falsche Regeln aufstellt, die dem medizinischen Wissen widersprechen. Deshalb muss man immer nachvollziehen können, wie die KI zu einer Entscheidung gekommen ist. So können Ärzte entsprechende Fehler nachvollziehen und korrigieren. Ziel ist kein ausschließlicher KI-Ansatz - vielmehr soll künstliche Intelligenz die menschliche Intelligenz unterstützen.

 

Künstliche Intelligenz - Chance für das Gesundheitswesen

Die technischen Entwicklungen verändern unser Leben. Routineaufgaben, die zuvor von Menschen ausgeführt wurden, werden zunehmend von Künstlichen Intelligenzen übernommen. Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen. Der TK ist es deshalb wichtig, die digitale Transformation mitzugestalten. Nach dem Motto: Wer in dieser Phase nicht die Weichen stellt und sich dem Thema Künstliche Intelligenz öffnet, wird in Zukunft von den Entwicklungen überrollt werden.

 

Ethischer Diskurs ist wichtig

Künstliche Intelligenz darf und wird menschliche Intelligenz nicht ablösen und muss sozial verträglich sein. Der ethische Diskurs ist wichtig und wird von der TK sehr ernst genommen. Nicht alles, was technisch möglich ist und künftig möglich sein wird, ist ethisch vertretbar und für den Menschen sinnvoll. Bei dem Projekt Ada Health ist die TK überzeugt, dass diese App Patienten unterstützen kann, kompetenter im Thema Gesundheit zu werden.

 

Ansprechpartnerin Presse

Silvia WirthSilvia Wirth

 

Telefon Telefonnummer:040 - 69 09-18 37

silvia.wirth@tk.de

 

 

Twitter www.twitter.com/TK_Presse

Blog www.wirtechniker.tk.de


 

Zurück zur Startseite

 

Erfahren Sie mehr

TK-Safe - Digitale Gesundheitsakte

Position - Digitalisierung im Gesundheitswesen

Meinung - Gestaltung der Digitalisierung

 

Das könnte Sie auch interessieren

Digitalisierung stärkt die Krebsmedizin - #Wir Techniker

Fit für eSport? - #Wir Techniker

Apps - Digitale Gesundheit