Kündigung

Hier finden Sie Antworten zu Fragen rund um das Thema Kündigung.

Wie ist die Kündigungsfrist bei der bisherigen Krankenkasse?

Kündigt der Kunde seine bisherige Krankenkasse, erfolgt der Kassenwechsel im Regelfall zum Ende des übernächsten Monats. Bitte beachten Sie: Grundsätzlich besteht eine 18-monatige Bindungsfrist bei der gewählten Krankenkasse. Die Frist zur Bindung an die bisherige Kasse verlängert sich auf bis zu drei Jahre, sofern der Kunde einen Wahltarif bei der bisherigen Krankenkasse gewählt hat (abhängig von der Art des Wahltarifes). Dann endet die Bindungsfrist frühestens mit Ablauf des Wahltarifes.

 

Bindungs- und Kündigungsfristen (PDF, 6 KB) haben wir übersichtlich für Sie zusammengestellt.

Ebenso finden Sie hier eine anschauliche Übersicht zum Thema Kassenwechsel (PDF, 128 KB, nicht barrierefrei).

 

Wer muss bei der bisherigen Krankenkasse kündigen?

Die Kündigung muss immer durch den Kunden erfolgen. Sie muss per Post oder Fax vom Kunden oder gesetzlichen Vertreter unterschrieben bei der bisherigen Krankenkasse eingehen.

Einen Kündigungsvordruck für Ihre Kunden finden Sie hier (PDF, 894 KB).

 

Wann besteht ein Sonderkündigungsrecht?

Die Bindungsfrist von 18 Monaten entfällt, wenn eine Krankenkasse erstmals einen Zusatzbeitrag erhebt oder diesen erhöht. Die Sonderkündigung wegen des Zusatzbeitrags muss der Krankenkasse vorliegen, bevor dieser zum ersten Mal fällig wird. Die zweimonatige Kündigungsfrist zum Monatsende bleibt hiervon unberührt.

Hat das Mitglied einen Krankengeld-Wahltarif abgeschlossen und gilt deshalb eine drei-jährige Bindungsfrist, wird diese nicht vom Sonderkündigungsrecht aufgehoben. Diese Mitglieder können erst zum Ablauf der Bindungsfrist des Wahltarifs kündigen und müssen bis dahin den - erhöhten - Zusatzbeitrag zahlen.

 

Haben Kunden trotz eines Statuswechsels innerhalb der GKV eine Kündigungsfrist einzuhalten?

Ja, auch für diese Kunden gelten die 18-monatige Bindungsfrist bei ihrer bisherigen Krankenkasse und die zweimonatige Kündigungsfrist zum Monatsende.

 

Wie läuft der Kündigungsprozess ab?

Bei einer Kündigung muss die bisherige Krankenkasse innerhalb von 14 Tagen eine Kündigungsbestätigung ausstellen. Diese muss sich auf § 175 SGB V berufen, um als formelle Kündigungsbestätigung zu gelten. Um einen reibungslosen Kassenwechsel zu gewährleisten, benötigen wir die Kündigungsbestätigung rechtzeitig im Rahmen unserer Servicezeiten. Beachten Sie bitte hierbei, dass der Arbeitgeber bzw. die zur Meldung verpflichtete Stelle rechtzeitig über den Kassenwechsel informiert werden muss und gegebenenfalls eine weitere Nachbearbeitung erforderlich ist. Die neu gewählte Krankenkasse kann eine Mitgliedsbescheinigung nur ausstellen, wenn die Kündigungsbestätigung der bisherigen Kasse vorliegt. Für freiwillig Versicherte gilt diese Regelung nicht, wenn eine Familienversicherung eintritt oder ein Wechsel in eine private Krankenversicherung erfolgt. Die meisten Kassen verzichten auf die Einhaltung der Kündigungsfrist, wenn eine Familienversicherung beginnt.

 

Muss eine Familienversicherung gekündigt werden?

Nein, die Abmeldung bei der Vorkasse erfolgt durch die TK.