Schlanke Prozesse und effektive Verwaltung macht die TK zu einem effizienten Unternehmen.

Die Verwaltungskosten liegen deutlich unter dem GKV-Durchschnitt

Jahresrückblick in Zahlen

Das Geschäftsjahr 2015 ist das erste, in dem die Krankenkassen individuell einen prozentualen Zusatzbeitrag festlegen konnten. Ein Systemwechsel, der mit unterschiedlich hohen Beiträgen zu mehr Wettbewerb zwischen den Kassen führen soll. Mit einem Zusatzbeitrag von 0,8 Prozent blieb die TK 2015 unter dem amtlichen Durchschnitt. Für TK-Mitglieder sank damit der Beitragssatz von 15,5 auf 15,4 Prozent.
Durch die Verwerfungen im Risikostrukturausgleich führt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag allerdings nur bedingt zu mehr Wettbewerb: Kassen mit den höchsten Verwaltungskosten können sich dank überzogener Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds teilweise extrem niedrige Beitragssätze leisten.

Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds reichen nicht für die Versorgung

Das Haushaltsjahr 2015 schließt die TK mit einem Minus von 257 Millionen Euro ab. Darin enthalten sind 244 Millionen Euro, die sie aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase an den Kapitalmärkten den Pensionsrückstellungen zusätzlich zugeführt hat. Die TK erfüllt damit nicht nur die gesetzlichen Vorgaben, sondern trägt die notwendige Vorsorge für ihre zukünftigen Verpflichtungen.
Die Übersteuerung des Risikostrukturausgleiches zugunsten anderer Kassenarten, wie der AOK, führt dazu, dass die Zuweisungen für Leistungsausgaben aus dem Gesundheitsfonds nicht ausreichen, um die Versorgungskosten für die Versicherten der TK zu decken. Auffangen kann die TK dies allein durch ihre schlanken Prozesse und ihre effektive Verwaltung, die sie zu einem effizienten Unternehmen macht. Die Verwaltungskosten lagen mit 132 Euro je Versichertem unter dem Durschnitt der gesetzlichen Krankenversicherungen von 146 Euro. Ohne den Sondereffekt durch die Pensionsrückstellungen lägen diese sogar nur bei 106 Euro je Versicherten.

Teure Arzneimittel für Ausgabenanstieg verantwortlich

Die Leistungsausgaben stiegen um 4,1 Prozent und damit etwas moderater als im Vorjahr. Auffällig ist hier der Anstieg für die Kosten von Arzneimitteln. Im vorherigen Berichtszeitraum sorgte die Absenkung des gesetzlichen Herstellerrabatts von 16 auf sechs beziehungsweise auf sieben Prozent (ab April 2014) bereits für einen Kostenanstieg von 9,3 Prozent. 2015 erfolgte, trotz der kräftigen Steigerung 2014, erneut ein Anstieg der Arzneimittelausgaben um 346 Millionen auf 3,7 Milliarden Euro - das entspricht 5,3 Prozent je Versicherten. Ursächlich dafür sind vor allem neue innovative Medikamente, zum Beispiel zur Behandlung von Hepatitis-C.
Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen sind lediglich um 2,5 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro gestiegen, was vor allem auf geringere Fallzahlen als erwartet zurückzuführen ist. Dennoch macht der Kliniksektor den größten Teil der Leistungsausgaben aus: Für die Behandlung bei niedergelassenen Ärzten zahlte die TK 2015 erstmals mehr als vier Milliarden Euro, ein Anstieg von 3,8 Prozent je Versicherten.

Pflegeversicherung: Zwei Drittel der Einnahmen gehen an den Ausgleichsfonds

Die Leistungsausgaben für die pflegebedürftigen Versicherten beliefen sich auf rund 1,2 Milliarden Euro. Mit 2,8 Milliarden Euro fließt der Großteil der Einnahmen der Pflegeversicherung an den Ausgleichsfonds. Mit ihm werden andere Pflegekassen unterstützt, deren Ausgaben nicht durch Einnahmen gedeckt sind.

Abnahmen

Der Verwaltungsrat hat die Jahresrechnung 2015 der Techniker Krankenkasse und die Jahresrechnung 2015 der Techniker Krankenkasse Pflegeversicherung abgenommen und dem Vorstand dafür Entlastung erteilt.

 

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