Spielend die Aufmerksamkeit fördern

Die folgenden Spielvorschläge machen nicht nur Spaß, sie fördern auch die Konzentration.

 

Bewegungsübungen steigern die Aufmerksamkeit. Ruhigere Übungen fördern die Fähigkeit, diese gezielt auszurichten und sich selbst oder Sinnesreize wie zum Beispiel Geräusche intensiv wahrzunehmen.

 

Verzaubert

Kinder bei einem Bewegungsspiel mit ZauberstabMit dieser Übung stärken Sie neben der Konzentration auch die Fähigkeit der Kinder, ihre Körperspannung zu dosieren. Sie brauchen dazu einen Zauberstab - zum Beispiel aus ein paar fest zusammengerollten Zeitungsblättern - und einen Gong, eine Triangel oder ein anderes akustisches Signal. Zur Not tut es auch Ihre Stimme.

 

Ein Kind spielt bei diesem Spiel den Zauberer. Die anderen Kinder versuchen, vor dem Zauberer davonzulaufen. Wenn der mit seinem Zauberstab ein Kind berührt, versteinert es und kann sich nicht mehr bewegen - bis Sie den Zauber wieder lösen, indem Sie auf Gong oder Triangel schlagen. Wählen Sie dann ein anderes Kind als Zauberer aus, zum Beispiel das zuletzt versteinerte Kind. Dann beginnt das Spiel wieder neu.

 

Balancierkunst

Kinder balancieren Gegenstände auf einem Lineal.Diese Übung trainiert sowohl die Konzentration als auch den Gleichgewichtssinn. Die Kinder steigern ihre Fähigkeit, ihre eigene Bewegung differenziert zu steuern. Jedes Kind braucht dazu ein Lineal und ein Radiergummi oder ein anderes kleines Schulmaterial aus der Federtasche.

 

Lassen Sie die Kinder ihre Radiergummis auf ein Ende ihres Lineals legen und fordern Sie sie auf, sich damit durch den Klassenraum zu bewegen. Ermuntern Sie sie dabei, immer schwierigere Wege zu finden. Zum Beispiel um Stühle und Tische herumlaufen, in die Hocke gehen, unter einem Tisch hindurchkriechen oder rückwärts gehen.

 

Hör-Quiz

Sitzende Kinder, die Geräuschquellen erratenMit dem Hör-Quiz fördern Sie die Konzentration und differenziertes Hören. Sie brauchen dazu ein paar Materialien, mit denen sich Geräusche erzeugen lassen. Zum Beispiel Papier- oder Plastiktüten, Holzstäbe, Zeitungspapier oder einfache Musikinstrumente.

 

Lassen Sie die Kinder sich im Kreis hinsetzen und die Augen schließen. Sie oder ein von Ihnen ausgewähltes Kind erzeugen ein Geräusch mit einem beliebigen Gegenstand. Sie können zum Beispiel mit einer Papiertüte rascheln, Zeitungspapier zerreißen oder einen Ball auf den Boden werfen. Die Kinder raten, wodurch das Geräusch entstanden ist.

 

Sie können sich auch sehr leise durch den Klassenraum bewegen, bevor Sie das Geräusch machen. Dann zeigen die Kinder zusätzlich noch mit dem Arm in die Richtung, aus der das Geräusch kam.

 

Fühlsteine

Kind ertastet einen Stein in seiner HandFür diese Konzentrationsübung brauchen Sie ein paar Steine unterschiedlicher Größe und Beschaffenheit.

 

Lassen Sie die Kinder sich in einen Kreis setzen und die Augen schließen. Geben Sie dann dem ersten Kind zwei bis drei unterschiedlich geformte Steine hintereinander in die Hand, damit es sie befühlen kann. Nach einer Weile gibt es die Steine an das nächste Kind weiter. Regen Sie die Kinder dazu an, die Steine mit den Händen genau zu ertasten und sich zu merken, wodurch sie sich unterscheiden. Anschließend tauschen Sie sich darüber aus, wie die Steine sich anfühlten.

 

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