Stufenweise Wiedereingliederung

Sie waren länger krank und möchten schrittweise zurück in Ihren Beruf oder Ihre Selbstständigkeit?

 

Was ist eine stufenweise Wiedereingliederung?

Dabei stimmen Sie sich eng mit Ihrem Arzt, Ihrem Arbeitgeber und der TK ab, um sich schrittweise wieder an Ihre volle Arbeitsleistung zu gewöhnen.

 

Wie belastbar Sie sind, stellt Ihr Arzt fest. Aufgrund dieser aktuellen Belastungsfähigkeit arbeiten Sie bei diesem sanften Einstieg zunächst weniger Stunden pro Woche als bisher. Auch Ihre Aufgaben können dabei geringer oder leichter sein. So nehmen Sie allmählich Ihre Berufstätigkeit wieder bis zum ursprünglichen Umfang auf.

Wie lange dauert eine stufenweise Wiedereingliederung?

In der Regel dauert sie zwischen vier und acht Wochen. Wenn medizinische Gründe vorliegen, kann sie auch länger dauern.

Was ist ein Wiedereingliederungsplan?

Wenn Sie mit einer Wiedereingliederung einverstanden sind, erstellt Ihr Arzt zunächst einen Wiedereingliederungsplan. Darin legt er fest, wie Ihre Arbeitszeit schrittweise bis zum ursprünglichen Umstand angehoben werden soll, damit Sie wieder voll am bisherigen Arbeitsplatz arbeiten können. Der Plan erhält Angaben zu:

  • der Abfolge und Dauer der einzelnen Stufen,
  • den Tätigkeiten und Belastungen, die vermieden werden sollen, und
  • den notwendigen Bedingungen am Arbeitsplatz, die zu berücksichtigen sind.

Anschließend müssen Sie und gegebenenfalls Ihr Arbeitgeber diesem Plan zustimmen. Danach wird der Plan an die TK weitergeleitet. Wenn Sie selbstständig sind, bespricht die TK mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Wie unterstützt mich mein Arzt?

Er überprüft, wie Ihre Wiedereingliederung verläuft. Wenn erforderlich, passt er den Behandlungsplan an Ihre individuelle Situation an.

Erhalte ich während der Wiedereingliederung weiterhin Krankengeld?

Während dieser Phase sind Sie weiterhin arbeitsunfähig krank. Daher bleibt Ihr Krankengeldanspruch erhalten. Erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber Gehalt, verringert sich das Krankengeld entsprechend. Insgesamt erhalten Sie in dieser Zeit so viel Krankengeld, das es zusammen mit dem aktuellen Gehalt nicht mehr ist als Ihr vorheriges Nettoarbeitsentgelt.

Ich werde nach einer Reha wiedereingegliedert.

Sie können die Wiedereingliederung auch nach einer ambulanten oder stationären Reha durchführen, die Ihnen Ihr Rentenversicherungsträger bewilligt hat.

 

Sprechen Sie über die Modalitäten und Möglichkeiten einer schrittweisen Eingliederung mit Ihrem Arzt bereits in der Reha-Einrichtung. Er erstellt auch den Wiedereingliederungsplan für Sie.

 

Übergangsgeld oder Krankengeld?

 

Während der Wiedereingliederung nach einer Rehabilitation zahlt Ihnen der Rentenversicherungsträger das Übergangsgeld, wenn hierfür die Voraussetzungen vorliegen. Daher erhalten Sie in dieser Zeit kein Krankengeld. Informationen zum Übergangsgeld erhalten Sie bei Ihrer Rentenversicherung.