TK-Neujahrsempfang 2017

Ganz im Zeichen der bevorstehenden Landtagswahl stand der diesjährige Neujahrsempfang. Die gesundheitspolitischen Sprecher der drei Landtagsfraktionen diskutierten unter der Moderation von Günter van Aalst (TK) mit Ministerin Steffens über die Krankenhauspolitik und die Gesundheitswirtschaft in NRW.

v.l.: Günter van Aalst (TK), Barbara Steffens (Grüne), Michael Scheffler (SPD), Susanne Schneider (FDP), Peter Preuß (CDU)

Gerade beim Thema Klinikplanung zeigten sich im Laufe der Diskussion die unterschiedlichen Ansätze der Parteien. Während Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) für die künftige Investitionskostenfinanzierung eine zweite Finanzierungssäule aufbauen will und in einer Teilmonistik einen geeigneten Baustein zur Sicherung der Klinikfinanzierung sieht, wollen die Vertretern der Opposition andere Wege gehen.

 

Susanne Schneider (FDP) will die Investitionskosten weiterhin aus dem Landeshaushalt stemmen, wenn notwendig müsse eben an anderer Stelle gespart werden. Auch Peter Preuß (CDU) bevorzugt eine pauschale Förderung - die Politik sollte aber nicht festlegen, wo investiert wird. Das müsse den Krankenhäuser überlassen bleiben. Widerspruch kam postwendend von Michael Scheffler (SPD), der die in NRW angewendete Pauschalförderung in Frage stellen will. Dieser Ansatz müsse gründlich überprüft werden, so seine Forderung.

 

Digitalisierung als Motor für Gesundheitswirtschaft

Neujahrsempfang 2017 der Landesvertretung Nordrhein-WestfalenGünter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung NRWMit der zunehmenden Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft wird ihre Bedeutung für den Standort Nordrhein-Westfalen (NRW) in den kommenden Jahren erheblich zunehmen, prognostizierte Günter van Aalst. Der Wettbewerb der Länder um die besten Startchancen für innovative Start-Ups und neue hochwertige Versorgungsangebote sei voll entbrannt. NRW mit seinen hervorragenden Exzellenzstandorten habe die Kraft dazu, an der Spitze der Entwicklung digitaler medizinischer Versorgungsangebote in Deutschland zu stehen, so van Aalst. Hierfür sei eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten erforderlich.