TK-CIRS

Einführung, Betrieb und Evaluation eines Fehlermelde- und Lernsystems in der ambulanten Versorgung (TK-CIRS)

 

Hintergrund:

Die Nutzung von Fehlerberichts- und Lernsystemen, englisch Critical Incident Reporting System (CIRS) im ambulanten Bereich ist ein wichtiges Instrument zur Förderung der Patientensicherheit. Im Gegensatz zum stationären Bereich besteht hier jedoch noch Nachholbedarf. Vielfach anzutreffen ist ein oftmals nicht gewährleisteter Zugang des Praxispersonals. Auch gibt es von Praxis zu Praxis große Unterschiede bei der Verknüpfung von Fehlerberichtssystemen mit dem praxisinternen Qualitätsmanagement. Die Ursachen dafür finden sich in der relativen Isolierung der einzelnen ambulanten Praxis sowie in fehlenden "Kontrollüberzeugungen" (Perceived Behavioural Control) vom Nutzen eines solchen Systems für die Patientensicherheit.

 

Projektziel:

Unterstützung zu leisten bei der Einführung, dem Betrieb und der Evaluation von CIRS in ambulanten Arztpraxen. Das Betreiben eines CIRS gilt dabei als Ausdruck einer notwendigen Sicherheits-Kultur im Gesundheitssystem. Diese Intervention zielt vor allem darauf ab, die praktisch tätigen Ärztinnen und Ärzte zu unterstützen, das Lernen zu fördern und die Fehlerprophylaxe auszubauen. Auch sollen im Projekt die Grundlagen für eine deutschlandweite Implementierung geschaffen werden.

 

Die TK betreibt derzeit in einem Test-Vorhaben gemeinsam mit dem Gesundheitsnetzwerk Qualität und Effizienz e.G. (Netzwerk QuE) mit dem TK-CIRS ein solches System. Mit anderen Netzwerken werden derzeit Gespräche geführt, um das TK-Vorhaben weiter auszubauen.