Aktuell diskutiert

Wir führen ein regelmäßiges Monitoring durch, welche Gesundheitsthemen in Politik und Medien gerade Resonanz erzeugen. Zu diesen Themen haben wir Ihnen eine Auswahl von Studien zusammengestellt:

 

ADHS

Menschen (meistens Kinder) mit ADHS leiden unter einer ausgeprägten Bewegungsunruhe mit starkem Aktivitätsdrang, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sowie impulsivem und unüberlegtem Verhalten. Das Syndrom kann auch ohne Hyperaktivität vorkommen (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, ADS). Das WINEG hat zu diesem aktuellen Thema in den letzten Jahren diverse Studien durchgeführt bzw. wissenschaftliche Projekte begleitet.

  • Die Berechnung indikationsspezifischer Kosten bei GKV-Routinedatenanalysen am Beispiel von ADHS - ein Methodenvergleich

    Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Roland Linder, Dr. Susanne Engel

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  • Alters- und geschlechtsspezifische Kosten sowie die Versorgung mit medikamentösen Therapien von ADHS-Patienten

    Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Roland Linder, Dr. Susanne Engel

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  • ADHS: Analyse der Auswirkungen des GBA-Beschlusses vom 16.09.2010 zur Einschränkung der Verordnungsfähigkeit von ADHS-Arzneimitteln

    Ansprechpartner: Dr. Dirk Horenkamp-Sonntag

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Arzneimittelversorgung

Patienten und Gesundheitsdienstleister wie z.B. Apotheken oder Krankenhäuser mit Arzneien zu versorgen, stellt eine der größten logistischen und ökonomischen Herausforderungen für unser Gesundheitssystem dar. Das WINEG hat sich in der Vergangenheit aus verschiedenen Blickwinkeln mit diesem Thema beschäftigt. Untersucht wurden sowohl das Einnahmeverhalten der Patienten als auch das ärztliche Verordnungsverhalten.

  • Abgabeverhalten von Apotheken und Wahl der Abgabestätte durch den Versicherten auf dem deutschen Apothekenmarkt

    Ansprechpartner: Dr. Udo Schneider

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  • Hochpreisige Arzneimittel: Kausalitäten zwischen Markteinführung von Orphan Drugs und der Inanspruchnahme von Off-Label-Präparaten am Beispiel "Pulmonale arterielle Hypertonie"

    Ansprechpartner: Dr. Dirk Horenkamp-Sonntag

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  • Non-Adherence bei Diabetes Mellitus: Analyse und Erklärung von Non-Adherence auf der Basis administrativer Daten am Beispiel des Diabetes mellitus Typ-1 und Typ-2 in der ambulanten Versorgung

    Anprechpartner: Prof. Dr. Roland Linder

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  • Ärztliches Verordnungsverhalten von potenziell inadäquaten Medikamenten für ältere Menschen

    Ansprechpartner: Prof. Dr. Roland Linder

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  • Arzneimittelmanagement als Bestandteil bedarfsgerechter Therapie

    Ansprechpartner: Dr. Dirk Horenkamp-Sonntag

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Krebs und Krebsfrüherkennung

Für viele Krebsarten gilt die Regel, je früher ein Arzt diesen diagnostiziert, desto größer sind meist die Heilungschancen. Frühzeitig erkannt können einige Krebserkrankungen wie Darmkrebs sogar verhindert werden. Aber auch bei Früherkennungsuntersuchungen kann es zu falschen Befunden, Komplikationen oder der Veranlassung von unnötigen Therapiemaßnahmen kommen.

 

Ein besonderer Stellenwert wird dabei der sog. informierten Entscheidung eingeräumt. Hierbei soll sich jeder Patient bewusst für oder gegen die Teilnahme an einer bestimmten Früherkennungsuntersuchung entscheiden, nachdem er sich umfassend über die Nutzen und Risiken der dazugehörigen Früherkennungsmaßnahmen informiert hat.

 

Aufgabe der Wissenschaft ist es dabei, die Fakten zu den diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen der jeweiligen Krebserkrankungen fundiert und belegbar aufzuzeigen. Hierbei stehen besonders innovative Behandlungsmethoden und neue Testverfahren in der Krebstherapie im Forschungsfokus des WINEG.

  • Darmkrebs-Früherkennung: Berücksichtigung regionaler Variabilität der Patienten-Beteiligung bei der Einführung eines strukturierten Einladungswesens

    Ansprechpartner: Dr. Dirk Horenkamp-Sonntag

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  • Ärztliche Beratung zur Krebsfrüherkennung: Häufigkeit und Veränderung der Patientenbeteiligung nach Einführung finanzieller Anreize

    Ansprechpartner: Dr. Dirk Horenkamp-Sonntag

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  • Brachytherapie beim Prostatakarzinom: Möglichkeiten und Limitationen von GKV-Routinedaten für eine Nutzenbewertung

    Ansprechpartner: Dr. Dirk Horenkamp-Sonntag

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  • Verheißungen der "Individualisierten Medizin"

    Ansprechpartner: Hardy Müller

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  • Patientenrelevante Endpunkte und patient-reported outcomes in klinischer Forschung und medizinischer Praxis

    Ansprechpartner: Hardy Müller

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  • Kosten der Darmkrebsbehandlung in Deutschland

    Ansprechpartner: Dr. Susanne Engel

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Multiresistente Erreger

In der Vergangenheit standen vor allem solche Erreger (MRSA) im Vordergrund die gegen einzelne Antibiotika resistent sind. Zunehmend rücken multiresistente Infektionserreger (MRE) in der öffentlichen und wissenschaftlichen Wahrnehmung in den Vordergrund. Diese sind gegen alle bekannten Antibiotika resistent und bilden daher ein noch wesentlich größeres Risiko für die Versorgung dar. Das WINEG hat sowohl zum MRSA als auch zu den MRE in den letzten Jahren diverse Studien mit Versorgungsdaten der TK durchgeführt und in die Debatte um den richtigen Umgang mit diesen eingebracht.

  • Mehrkosten bei der Versorgung von Patienten mit multiresistenten Erregern

    Ansprechpartner: Prof. Dr. Roland Linder, Dr. Susanne Engel

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  • Kosten für Antibiotika-resistente Infektionen - Prävalenz- und Kostenanalysen auf Basis von GKV-Routinedaten

    Ansprechpartner: Prof. Dr. Roland Linder, Dr. Susanne Engel

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  • Quantifizierung stationärer Patientenfallzahlen mit nicht-dokumentierter Infektion multiresistenter Erreger

    Ansprechpartner: Prof. Dr. Roland Linder, Dr. Susanne Engel

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Unser Gesundheitswesen aus der Sicht von gesetzlich Versicherten

Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des WINEG durchgeführt hat:

 

Gesetzlich Versicherte sind mit der medizinischen Versorgung zufrieden. Dennoch nehmen sie deutliche Qualitätsunterschiede bei den Ärzten und Krankenhäusern wahr:

  • 80,4% der Versicherten sind mit der eigenen medizinischen Versorgung sehr zufrieden

  • 53,4% zweifeln an der Behandlungsqualität von anderen Ärzten

Darüber hinaus ist dem Großteil der Versicherten bewusst, dass sie die eigene Versorgungsqualität verbessern können:

  • 72,5% zeigen Bereitschaft, den Arzt zu wechseln

  • 67,0% nehmen weite Anfahrtswege zum Krankenhaus in Kauf

  • 66,3% nehmen weite Anfahrtswege zum Arzt in Kauf

Die Versicherten wollen Informationsangebote zur Qualität der Versorgung nutzen, diese sind vielen aber nicht bekannt:

  • 82,2% wünschen sich, dass die Informationen zur Qualität verständlicher aufbereitet werden

  • 54,4% geben an, dass sie keine Quelle kennen, bei der sie sich objektiv über eine medizinische Leistung informieren können.

Als wichtigsten Informations- und Ansprechpartner zu Über- und Fehlversorgung sahen die Befragten ihre Krankenkasse:

  • 85,9% der Befragten wollen mehr über die Auswirkungen von Über- und Fehlversorgung erfahren

  • Jeder vierte Befragte berichtet, den Eindruck zu haben, dass Ärzte manchmal oder auch häufig unnötige Behandlungen empfehlen.

Ansprechpartner: Daria Langner, Dr. Marco Garling

Zur Studie (PDF, 584 KB, nicht barrierefrei)