Die Familienversicherung der TK

Die TK versichert Ihre Familienangehörigen unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei. Erfahren Sie hier, wer familienversichert sein kann und wer nicht.

So wie die zahlenden Mitglieder erhalten auch deren mitversicherte Angehörige alle medizinischen Leistungen der TK. Die TK stellt ihnen eine eigene Gesundheitskarte aus, mit der sie selbst zum Arzt gehen und sich behandeln lassen können. Leistungen, für die ein Antrag nötig ist, können Familienversicherte ab 15 Jahren selbst beantragen.

 

Antrag auf Familienversicherung stellen

Sie möchten einen Angehörigen familienversichern? Loggen Sie sich einfach in "Meine TK" ein und füllen Sie den Antrag direkt online aus.

Sie sind noch nicht für "Meine TK" registriert? Ihr Passwort können Sie in wenigen Tagen erhalten.

Oder rufen Sie das TK-ServiceTeam an: 0800 - 285 85 85 (gebührenfrei innerhalb Deutschlands).

 

Wen können Sie familienversichern?

Wenn Sie selbst Mitglied der TK sind, können Sie folgende Angehörigen beitragsfrei mitversichern:

  • Ihre/n Ehepartner/in oder Ihre/n Lebenspartner/in nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz,
  • leibliche und adoptierte Kinder,
  • Kinder familienversicherter Kinder,
  • Stiefkinder und Enkel, für deren Lebensunterhalt überwiegend Sie als Mitglied sorgen, und
  • Pflegekinder, sofern Sie sie nicht beruflich pflegen.

Auch Kinder im Studium sind bis zu ihrem 25. Geburtstag in der Regel über die Eltern mitversichert.

 

Wen können Sie nicht familienversichern?

Nicht familienversichern können Sie Angehörige, die hauptberuflich selbstständig sind, die in einer privaten Krankenversicherung versichert sind oder als Beamte versicherungsfrei sind. Außerdem diejenigen nicht, die selbst versicherungspflichtig sind, zum Beispiel als Arbeitnehmer/in.

 

Es gibt Einkommensgrenzen für die Familienversicherung. Kinder können Sie nur bis zu bestimmten Altersgrenzen familienversichern. Außerdem gibt es bei Kindern eine Einschränkung, wenn Ihr/e Ehepartner/in privat krankenversichert ist.

 

Kinder familienversichern bei privat versichertem Ehepartner

Ist Ihr/e Ehe- oder Lebenspartner/in nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz privat versichert, können Sie gemeinsame Kinder nur dann beitragsfrei bei der TK familienversichern, wenn

  • Ihr Ehe- oder Lebenspartner nicht mehr als 4.687,50 Euro* regelmäßiges Einkommen im Monat hat oder
  • Ihr eigenes Einkommen höher ist als das Ihres Ehe- oder Lebenspartners.

Treffen diese Bedingungen nicht für Sie zu, können Sie für Ihr Kind eine freiwillige Versicherung bei der TK abschließen. Lassen Sie sich dazu von uns beraten: 0800 - 285 85 85 (gebührenfrei innerhalb Deutschlands).

* Hat Ihr/e Ehe- oder Lebenspartner/in sich bereits vor dem 31. Dezember 2002 privat versichert und ist zugleich angestellt beschäftigt, gilt eine niedrigere Einkommensgrenze von 4.237,50 Euro.

 

Einkommensgrenzen

Wenn Ihr Familienmitglied insgesamt regelmäßig mehr Einkommen hat als monatlich 415 Euro oder - bei geringfügig Beschäftigten - mehr als 450 Euro im Monat, ist keine Familienversicherung möglich.

 

Was zählt zum Gesamteinkommen?

Zum Gesamteinkommen zählt zum Beispiel das Bruttogehalt für eine angestellte Tätigkeit oder Einkommen aus einer Selbstständigkeit, Renten, Mieteinnahmen oder Zinsen auf Kapitalvermögen. Zuschläge, die Sie lediglich wegen Ihres Familienstands bekommen, zum Beispiel Kinderzuschläge, zählen nicht dazu.

 

Von diesem Gesamteinkommen können Sie Werbungskosten, Abschreibungen und Sparerfreibeträge abziehen.

 

Nicht zum Gesamteinkommen gehören BAföG-Leistungen, Unterstützungsleistungen von Eltern an ihre Kinder - es sei denn, sie müssen versteuert werden -, Elterngeld, Kindergeld, Wohngeld oder Beträge für Kindererziehungszeiten bei Renten.

 

Altersgrenzen für Kinder

Nicht berufstätige Kinder können bis zu ihrem 23. Geburtstag familienversichert bleiben und sogar bis zum 25. Geburtstag, wenn sie noch zur Schule gehen, eine Berufsausbildung machen, studieren oder ohne Bezahlung ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder einen Jugendfreiwilligendienst im Ausland absolvieren. Sind Ihre Kinder berufstätig und werden dadurch versicherungspflichtig, endet ihre Familienversicherung unabhängig von ihrem Alter.

 

Wann ist eine Verlängerung möglich?

Hat sich die Ausbildung eines Kindes durch einen Wehr- oder Bundesfreiwilligendienst verzögert? Oder durch ein freiwilliges soziales Jahr oder einen ähnlichen Dienst nach dem Jugendfreiwilligendienstgesetz ab Juli 2011? Dann kann Ihr Kind noch so lange weiter nach dem 25. Geburtstag familienversichert bleiben, wie der Dienst gedauert hat, maximal jedoch ein Jahr.

 

Behinderte Kinder können dauerhaft familienversichert bleiben, wenn sie auch als Erwachsene nicht selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Die Behinderung muss allerdings während der Familienversicherung begonnen haben.

 

Wann endet die Familienversicherung?

Die Familienversicherung endet, wenn die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind. Zum Beispiel, wenn Ihr Familienangehöriger

  • höhere Einnahmen hat als die Einkommensgrenze von monatlich 415 Euro - oder 450 Euro aus einem Minijob,
  • die Altersgrenzen überschreitet,
  • sich hauptberuflich selbstständig macht und mehr als 415 Euro pro Monat verdient,
  • anfängt, als Angestellte/r mit mehr als 450 Euro Gehalt pro Monat zu arbeiten.

Die Familienversicherung bei der TK endet auch, wenn Sie selbst als Mitglied Ihre Mitgliedschaft beenden, zum Beispiel, wenn Sie kündigen oder selbst familienversichert werden. Ihre vorher familienversicherten Angehörigen können sich dann unter Umständen freiwillig in der TK weiterversichern.

Änderungen bitte mitteilen

Bitte informieren Sie die TK über alle Änderungen, die sich auf die Familienversicherung auswirken können. Zum Beispiel, wenn ein Angehöriger sich erstmals selbst versichert oder wenn sich der Familienstand oder das Einkommen ändert - die TK benötigt diese Informationen.

 

Unabhängig davon ist die TK verpflichtet, regelmäßig zu überprüfen, ob die Familienversicherung weiterhin bestehen bleiben kann. Dies geschieht normalerweise einmal im Jahr. Bei Kindern bis zum 15. Lebensjahr und bei Ehe- oder Lebenspartnern ab 65 Jahren ist die Prüfung nur alle drei Jahre nötig.