2.400 Computertomografien jeden Tag in Bayern - doppelt so viele wie vor 10 Jahren

München, 12. Januar 2017. In bayerischen Kliniken wird immer häufiger geröntgt. Allein 877.345 Computertomografien (CT) sind 2015 durchgeführt worden - das sind 2.403 Aufnahmen pro Tag. Das teilt die TK heute in München mit. Vor zehn Jahren wurden mit rund 1.240 täglich gerade einmal halb so viele Aufnahmen gemacht.

 

"Da die Strahlenbelastung einer CT-Untersuchung um ein Vielfaches höher liegt als die einer Röntgenaufnahme, sollte die Zahl der CTs so gering wie möglich gehalten werden", sagt Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern. "In Zukunft sollte der Patient die Möglichkeit haben, seine Aufnahmen digital in einer elektronischen Patientenakte zu speichern. So kann er sie jederzeit für den Arzt freigeben und unnötige Strahlenbelastung durch Wiederholungsuntersuchungen vermeiden", sagt Bredl.

 

Warnung vor belastenden Röntgenaufnahmen

Erst kürzlich warnte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erneut vor der Strahlenbelastung durch Röntgenaufnahmen - insbesondere bei Computertomografien. Bei diesem Schnittbildverfahren eine ganze Serie von Bildern gemacht, um ohne Überlagerungen möglichst viel erkennen zu können. Auf den Schnittbildern lässt sich unterschiedlich dichtes Gewebe kontrastreich darstellen.

 

Nach Angaben des BfS liegt beispielsweise die effektive Dosis der Strahlenbelastung bei einer CT der Lendenwirbelsäule bei vier bis neun Millisievert (mSv), bei einer Röntgenaufnahme in zwei Ebenen hingegen nur bei 0,6 bis 1,1 mSv. Die natürlich vorhandene Strahlung der Erde liegt bei etwa 2,1 mSv pro Einwohner und Jahr. Bei jeder Röntgendiagnostik sollten deshalb Nutzen und Risiko sorgfältig abgewogen werden.

Hinweis an die Redaktion

Die TK bezieht sich auf Daten der Gesundheitsberichterstattung der Länder.

Peter Schieber Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Peter Schieber

Telefon Telefonnummer:089 - 490 69-631

 

peter.schieber@tk.de

 

 

Twitter https://twitter.com/krankenkasse