Kliniken in Bayern: Bettenzahl steigt erneut - Auslastungsquote sinkt

München, 20. Januar 2017. Bereits das zweite Jahr in Folge steigt die Zahl der Krankenhausbetten in Bayern. "Im Jahr 2015 gab es im Freistaat 76.000 Klinikbetten. Das sind rund 100 mehr als im Vorjahr und gegenüber 2013 eine Zunahme von 325 Betten", sagt Christian Bredl. Der Leiter der TK in Bayern hat die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ausgewertet.

 

Mit den zusätzlichen Betten sank auch sofort wieder die Auslastungsquote. Diese liegt in Bayern nun bei 77,2 Prozent - 0,2 Punkte weniger als im Vorjahr. Die Quote der einzelnen Bundesländer geht von 73,3 Prozent beim Schlusslicht Rheinland-Pfalz bis 85,8 Prozent beim Spitzenreiter Saarland.

 

Auslastungsquote Krankenhausbetten Bundesländer 2015Grafik Herunterladen (PDF, 162 KB)

 

 

Bredl: "Bayern dümpelt schon seit Jahren im hinteren Mittelfeld. Aus meiner Sicht könnte im Freistaat jedes zehnte Krankenhausbett abgebaut werden ohne dass es zu Verlusten in der Versorgungsqualität käme."

 

Die Krankenkassen in Bayern werden dieses Jahr täglich über 30 Millionen Euro für stationäre Behandlungen ausgeben. "Bei Klinikbehandlungen haben Qualität und Patientensicherheit oberste Priorität", sagt Bredl. "Erst danach kommen Wohnortnähe und Erreichbarkeit." Der TK-Leiter weiter: "Kliniken, die Qualitätsvorgaben auf Dauer nicht erfüllen, müssen deshalb von der Versorgung ausgeschlossen werden."

Stephan MayerReferent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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