Krankenhausbehandlungen: Unterschiedliche Preise in den Bundesländern

München, 25. Januar 2017. Ob der Meniskus in einem Krankenhaus in München, in Mainz oder in Stuttgart operiert wird, sollte medizinisch keinen Unterschied machen. "Finanziell gesehen gilt das allerdings nicht", erklärt Christian Bredl, Leiter der Landesvertretung Bayern der Techniker Krankenkasse (TK). "In den einzelnen Bundesländern gelten verschiedene Landesbasisfallwerte. Dadurch haben wir ein  unterschiedliches Preisniveau".

 

So liegt der Landesbasisfallwert in Rheinland-Pfalz 218 Euro über dem bayerischen Wert. In Baden-Württemberg liegt er sogar noch einmal fast 40 Euro niedriger als in Bayern. Das führt dazu, dass die Kliniken in verschiedenen Bundesländern für ein und dieselbe Operation tatsächlich unterschiedliche Preise verlangen. Ab dem Jahr 2017 steigt der Landesbasisfallwert in Bayern von 3.312 Euro auf 3.350,50 Euro.

 

Der landesweite Basisfallwert ist der Preis für eine Krankenhausbehandlung mit durchschnittlichem Aufwand. Je nach Schwierigkeitsgrad der Behandlung wird der Wert mit dem entsprechenden Faktor multipliziert. Der Faktor für eine komplikationslose Entbindung beträgt zum Beispiel rund 0,5. Für einen schwerstverletzten Patienten mit wochenlanger Intensivbehandlung und Beatmung kann der Faktor bis zum 60-fachen ansteigen.

Peter SchieberReferent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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