Bayerische Männer drücken sich vor Krebsvorsorge

München, 2. Februar 2017. 32.695 Bayern starben 2015 an Krebs - es ist nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache im Freistaat. Mit modernen Früherkennungsmethoden können viele Erkrankungen heute bereits frühzeitig diagnostiziert werden. Die bayerischen Männer drücken sich jedoch vor der Vorsorge. Nicht einmal jeder Vierte nutzt die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen für Männer über 45 Jahre, wie die Versichertendaten der Techniker Krankenkasse (TK) zeigen. "Wir beobachten, dass die Männer in Bayern bei der Teilnahmequote an Vorsorgeuntersuchungen im Bundesvergleich auf dem vorletzten Platz liegen", sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. "Nur knapp ein Viertel lässt sich durchchecken".

 

Frauen gehen doppelt so häufig zur Vorsorge

Die bayerischen Frauen sind beim Thema Vorsorge deutlich gesundheitsbewusster. Rund 60 Prozent nehmen die jährliche Früherkennungsuntersuchung beim Gynäkologen wahr. Ab 50 Jahren können Frauen zusätzlich ein Mammografie-Screening durchführen lassen, um Tumore in der Brust frühzeitig zu erkennen. Dieses Angebot nutzen jedes Jahr rund 40 Prozent der Frauen im Freistaat.

 

Brust- und Prostatakrebs am häufigsten in Bayern

In Bayern erkranken jedes Jahr rund 67.000 Menschen neu an Krebs. Bei Frauen ist Brustkrebs (ca. 10.000 Fälle) die häufigste Diagnose, gefolgt von Darmkrebs (ca. 4.000 Fälle) und Lungenkrebs (ca. 2.000 Fälle). Die häufigsten Krebsarten bei Männern sind Prostatakrebs (ca. 8.500 Fälle), Darmkrebs (ca. 5.000 Fälle) und Lungenkrebs (ca. 4.000 Fälle).

 

"Je früher der Krebs diagnostiziert wird, desto besser ist er therapierbar und desto höher sind die Heilungschancen", sagt Bredl. "Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er die Früherkennungsuntersuchungen der Kassen nutzen möchte. Versicherte sollten sich darüber informieren, welche Angebote es gibt und für sich persönlich Vorteile und Risiken abwägen."

 

 

Hinweis an die Redaktion

Die Zahlen zur Krebshäufigkeit stammen von der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID). Die Zahlen zur Krebsmortalität sind aus der Gesundheitsberichterstattung der Länder (GBE).

Peter Schieber Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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