Sozialwahl 2017: Bayern interessieren sich am meisten für Politik

München, 29. März 2017. Mit 60 Prozent interessieren sich in keinem anderen Bundesland mehr Menschen für Politik als in Bayern. Und vier von fünf Bürger im Freistaat - auch das ist bundesweit Spitze - haben sich schon mindestens einmal bei einem Volksbegehren beteiligt. "Da kommt die Sozialwahl von 22. April bis 31. Mai gerade recht, um wieder einen bundesweiten Spitzenwert bei der aktiven Beteiligung zu setzen", sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. "Denn", so Bredl weiter, "83 Prozent der wahlberechtigen Bayern wollen wählen. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im Bund."

 

Die Beitragszahler geben die Richtung vor, nicht der Staat

Mehr als 920.000 TK-Mitglieder in Bayern können an der Sozialwahl teilnehmen. Bundesweit sind rund 7,3 Millionen wahlberechtigt. Sie bestimmen, wie sich der Verwaltungsrat, das höchste Entscheidungsgremium der Kasse, zusammensetzt. Die gewählten ehrenamtlichen Vertreter haben die wichtige Aufgabe, die Kasse strategisch gut aufzustellen und zu kontrollieren. Konkret profitieren Versicherte beispielsweise von 35 zusätzlichen Leistungen, die der bisherige Verwaltungsrat in den vergangenen sechs Jahren beschlossen hat. "So geben die Beitragszahler mit ihrer Stimme die Richtung vor und nicht der Staat", erklärt TK-Leiter Bredl.

 

Zwei von drei privat Versicherten würden gerne wählen

Das trifft vor allem den Nerv der Bayern. Sie sind der Meinung, die Stimmen der Versicherten müssen im Gesundheitssystem Gehör finden und die gewählten Verwaltungsräte sollten den Alltag der Versicherten sowie deren Sorgen aus eigener Erfahrung kennen. Das sagen 98 Prozent der Befragten im Freistaat und damit deutlich mehr als im Bund. Da blicken zwei von drei privat Versicherten neidisch auf die wahlberechtigen Mitglieder gesetzlicher Kassen. Sie wünschten sich nämlich eine solche Möglichkeit der Mitbestimmung, die sie leider nicht haben.

Hintergrund

Krankenkassenmitglieder und Rentenversicherte wählen alle sechs Jahre ihre Interessenvertreter in die Selbstverwaltung der Sozialversicherungsträger. Wahlberechtigt ist grundsätzlich jeder, der das 16. Lebensjahr vollendet hat und Beiträge zahlt. Rund 51 Millionen Menschen können ihre Stimme abgeben. Damit ist die Sozialwahl nach der Europa- und der Bundestagswahl die drittgrößte in Deutschland. Die Sozialwahl ist eine reine Listenwahl und findet als geheime Briefwahl statt - die über 100.000 Briefkästen der Post sind die Wahlurnen. Portokosten fallen nicht an.

 

Hinweis an die Redaktion

Im Auftrag der TK hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa in der zweiten Jahreshälfte 2016  in einer repräsentativen Umfrage insgesamt 1.001 Personen ab 18 Jahren in computergestützten Telefoninterviews befragt. Der Verwaltungsrat der TK setzt sich paritätisch aus jeweils 15 Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber zusammen.

Stephan MayerReferent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Stephan Mayer

 

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