Wieder vermehrt Norovirus-Erkrankungen in Bayern

München, 26. September 2017. Im Jahr 2016 wurden in Bayern 14.306 Norovirus-Erkrankungen registriert. Das berichtet die Landesvertretung Bayern der Techniker Krankenkasse (TK) unter Berufung auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Das sind zwar 5,5 Prozent weniger gemeldete Behandlungsfälle als im Vorjahr, jedoch rund 5,7-mal so viele wie noch vierzehn Jahre zuvor.

 

Die langjährige Betrachtung zeigt einen starken Aufwärtstrend. So stieg die Zahl der gemeldeten Norovirus-Behandlungsfälle von 2.505 im Jahr 2002 auf den Höchststand von 26.244 im Jahr 2010. Von 2011 bis 2014 war ein kontinuierlicher Rückgang auf zuletzt 11.304 Fälle zu verzeichnen. 2015 stieg die Erkrankungszahl wieder sprunghaft auf 15.146 Fälle an und im letzten Jahr ging sie nur um 840 Fälle auf 14.306 Norovirus-Erkrankungen zurück.

 

Durch die Verbreitung des Norovirus kommt es immer wieder zu schweren Magen- und Darminfektionen. Die Noroviren verursachen starkes Erbrechen, Durchfall, Übelkeit, Kopf- und Bauchschmerzen. Die Viren verbreiten sich über kontaminierte Speisen und Getränke, vor allem aber über Stuhl oder Erbrochenes von erkrankten Menschen. Verstärkte Ansteckungsgefahr besteht deshalb in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Altenheimen und Krankenhäusern.

 

Überdurchschnittlich viele Norovirus-Erkrankungen gab es 2016 in Oberfranken und besonders wenige in Mittelfranken. "In den übrigen bayerischen Regierungsbezirken verteilten sich die Erkrankungen in etwa gemäß der Einwohnerzahl", berichtet TK-Landesvertretungsleiter Christian Bredl.

 

Erste Hilfe bei Norovirus-Durchfall: Zucker und Salz

Als Erste Hilfe gegen Durchfall empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sechs gestrichene Teelöffel Zucker und einen gestrichenen Teelöffel Salz in einen Liter Wasser einzurühren.

 

"Wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich eine Elektrolytlösung in der Apotheke", rät TK-Landes-Chef Bredl. Wenn es nicht anders geht, muss die Flüssigkeit löffel- oder schluckweise aufgenommen werden. "Kinder, die sich total verweigern, müssen umgehend zu einem Arzt."

 

Fast die Hälfte der Infizierten sind 70 Jahre oder älter und rund ein Viertel sind Kinder unter zehn Jahren. "Betroffene verlieren viel Flüssigkeit und sollten deshalb viel trinken", rät Christian Bredl.

 

Da die Viren und Bakterien noch bis zu zwei Wochen nach der Erkrankung ausgeschieden werden können, sind Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen mit Seife besonders wichtig. Toiletten und Oberflächen sollten mit Haushaltsreiniger geputzt und Kleidung besonders heiß gewaschen werden.

Hinweis an die Redaktion

Die TK-Landesvertretung Bayern hat die dem Robert Koch-Institut gemeldeten Erkrankungszahlen ausgewertet.

Peter SchieberReferent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Peter Schieber

 

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