Workshops in Bayern: "Vielfalt gewinnt" - interkulturelle Fülle ein Gewinn für Betriebe

München, 4. Oktober 2017. Das Oktoberfest ist soeben zu Ende gegangen. Über sechs Millionen Besucher aus Nord- und Südamerika, Afrika, Australien, Nah- und Fernost sowie aus vielen europäischen Ländern feierten gemeinsam beim größten Volksfest der Welt. Eine bunte Vielfalt an Kulturen besuchte in den letzten drei Wochen die Weltstadt mit Herz.

 

Bayern Spitze bei der Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Ausländern

"Auch in den bayerischen Betrieben gibt es eine interkulturelle Vielfalt" sagt Christian Bredl, Chef der TK in Bayern. "Über 570.000 Ausländer, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind - so viele wie in keinem anderen Bundesland - wohnen im Freistaat." Laut der Regionaldatenbank Deutschland des statistischen Bundesamts, kommt jeder fünfte beitragszahlende Beschäftigte in Deutschland mit ausländischen Wurzeln aus Bayern.

 

Obwohl der Arbeitsmarkt attraktiv für Arbeitnehmer aus dem Ausland ist, warnt der IHK-Fachkräftemonitor, dass dem Wirtschaftsstandort Bayern die Fachkräfte ausgehen. Dort heißt es: "Um die Fachkräftelücke bis 2025 vollständig zu schließen, müssten jährlich mehr als doppelt so viele Fachkräfte nach Bayern zuwandern wie aktuell." Damit diese erfolgreich starten können, braucht es eine gesunde Willkommenskultur in den Unternehmen.

 

Mit Workshop "Vielfalt gewinnt: Global Mindset" zum Unternehmenserfolg

Verschiedene kulturelle Hintergründe sind natürlich eine Herausforderung für die Wirtschaft im Freistaat. Da geht es nicht nur um Fastenzeiten, Feiertage und Feste, sondern auch um die Kultur der Zusammenarbeit. Wie Betriebe die interkulturelle Vielfalt ihrer Belegschaft für ihren Unternehmenserfolg nutzen können, zeigt die TK mit ihrer bundesweiten Veranstaltungsreihe "Vielfalt gewinnt: Global Mindset". Am 10. Oktober findet der Workshop in München und am 28. November in Nürnberg statt.

 

Hälfte der Zuwanderer verlässt Deutschland innerhalb eines Jahres

Wirtschaftsexperten sehen deutliches Verbesserungspotenzial der Willkommenskultur in Deutschland, denn: Rund die Hälfte der Zuwanderer verlässt das Land innerhalb eines Jahres wieder. Bei den TK-Veranstaltungen mit Best-Practice-Beispielen und Expertenforen lernen die Teilnehmer, wie sich die innere Haltung "Willkommenskultur" in ein gutes Miteinander im Unternehmen umsetzen lässt. So können sich alle Mitarbeiter - egal aus welchem Kulturkreis - wohl fühlen. Das Team ist kreativer, arbeitet besser und alle sind gesünder.

 

Mangelnde Anerkennung und schlechte Stimmung im Team gehören zu den am häufigsten genannten Ursachen von Stress im Job. In der aktuellen Stressstudie der TK benannten drei von zehn Beschäftigten das schlechte Teamklima als Belastung. Bredl: "Deshalb setzen wir bei den Führungskräften an, um sie für die Willkommenskultur zu sensibilisieren. Sie nehmen eine wichtige Vorbildrolle ein und leben vor, wie das Miteinander im Unternehmen ist." 

Stephan MayerReferent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Stephan Mayer

 

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